Stifts Export (5,1 %) seit 1867 aus Dortmund in Nordrhein-Westfalen:

Mehr als passabler Schaum. Enorm feinporig. Dazu ein fabelhafter Stand. Beachtlich. Die Farbe ist für ein Export unüblich hell. Recht harter, kantiger und dünner, nicht unbedingt wohlwollender Geruch.
Ach du Grüne Neune. Was ist das für ein Unterschied zum eben gestesteten Kalt-Loch-Export aus Miltenberg. Viel härter, künstlicher, unflexibler. Nicht ansatzweise so natürlich, normal, exporttypisch und rein. Hier quälen metallische und künstliche, sehr harte Aromen den Tester. Das Wasser ist nicht so weich. Die Zutaten wirken nicht so frisch. Und die Umsetzung ist lange nicht mit so viel Herzblut vollzogen worden. Ein liebloses Export ohne viel Esprit und Ausdruck. Keine eigene Note. Kein Bemühen. Ein belangloses Dahinplätschern. Sicher. Man kann es trinken. Aber Genuss kommt keiner auf. Und ein gutes oder gar befriedigendes Gefühl schon gar nicht. Kein Leben, kein Schwung. Eckiges Auftreten. Das Malz ziemlich herz- und blutlos. Der Hopfen nur eine Farce. Das Wasser klumpig-hart. Die Kohlensäure i.O. Nervtötend dieser penetrante Metallgeschmack, der über allem steh. Sorry. Jungs. Mädels. Da gibt es ein paar Hundert Brauereien in Deutschland, die wesentlich besseres Bier brauen. Vor allem der Abgang … das ist nicht die feine Art … Auch etwas Säuerlich-Brauseartiges, aufdringlich, stört die Sache ziemlich

Fazit: Ein paar Hundert andere Brauereien
Wertung: + + [09/06}
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt
PS: Vielen Dank an Karsten aus Emmerich für die Zusendung dieses Exports.


Dortmunder Stifts Export (5,1 %) seit 1867 aus Dortmund in Nordrhein-Westfalen:

Etwas grobporiger Schaum. Der Stand ist eher bescheiden als beeindruckend. Etwas zu dünner, kantiger Geruch, ohne dass dieses Export zu sehr enttäuscht; das Malz ist durchaus erkennbar. Sehr klare, warme Farbe.
Recht fruchtiger Malzgeschmack. Im Abgang süß. Karamellanteile lokalisierbar. Der Geschmack recht unauffällig, unaufdringlich, mild, das Wasser transparent und klar. Die Zutaten wirken zwar unauffällig dennoch von guter Statur, ordentlicher Qualität. Die Zusammensetzung er Inhaltsstoffe ist gelungen. Kein Kracher. Kein Aromapfund. Dennoch ein sehr süffiges und solide gestricktes Bier. Was Mönche mit der Stadt Dortmund und diesem Bier im Zusammenhang mit der Brauerei zu tu?! Vielleicht gab es früher ein Kloster in der Nähe. Oder es ist nur ein Marketinggag. Wie auch immer. Das ist kein Export der Referenzklasse. Dennoch ein gut trinkbares und gut verträgliches Bier. Das Wasser macht eine gute Figur, wenn es auch recht scharf umrissen wirkt. Das Malz wirkt agil und frisch sowie jung. Die Richtung eindeutig und klar. Malz, etwas Karamell. Keine großen Experimente. Solides, bodenständiges Bierbrauchtum. Wenn man nicht mit zu großen Erwartungen herangeht, dann kann man sich mit diesem Dortmunder Mönch durchaus anfreunden. Unspektakulär normal.

Fazit: Qualität im Zeichen der Mönche
Wertung: + + + - [02/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt