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| Dresdner Felsenkeller Spezial (5,1 %) seit ? aus Dresden
in Sachsen: Edles Outfit, wirklich ansprechende Gestaltung. Der Schaum ist schon mal mehr als beeindruckend. Was für eine Blume! Fein. Blütenweiß. Hart im Stand. Gute Sache. Will gar nicht mehr weggehen. Der Duft ist malzig und hat etwas leicht kellerartig-modriges. Die Farbe ist sehr hell. Hups. Recht lebloser Antrank. So stramm der Schaum ist, so schwach wirkt die Kohlensäure. Da fehlt doch etwas das Leben. Puh. Doch etwas enttäuschend. Zumal man gerade den Vergleichstest mit Australien und Jamaika hinter sich gebracht hat. Da hätte doch nur ein Hammer kommen können! Doch das Dresdner Felsenkeller enttäuscht. Enttäuscht wirklich, stark, fast auf ganzer Linie. Da ist kaum Leben oder Spritzigkeit drin. Das Aroma schleppt sich so dahin. Setzt weder Glanzpunkte noch gelingt es ihm den Trinker ein akzeptables Maß an Freude abgewinnen. Ziemlich bieder und durchschnittlich, um es noch kollegial auszudrücken, bahnt es sich seinen Weg. Vielleicht bin ich ja auch noch von diesen beiden vorhin getesteten mittelgroßen Bierkatastrophen gelähmt; oder dieses Spezial ist wirklich speziell unspektakulär. Vor allem dieses leblose Zusammenspiel der Zutaten; man, da muss doch mehr drin sein! Viel zu langatmig, unbeweglich und langsam. Dazu noch diese Disharmonie im Aroma. Zugleich ein Abgang, der sicher nicht die Krönung der Braukunst ist. Ich möchte auch hier gar nicht zu sehr auf die Eigenheiten des Bieres eingehen. Da ist mir die Zeit mittlerweile zu schade. So schmuck das Äußere, so enttäuschend der Inhalt. Es dümpelt nur vor sich hin. Strengt sich nicht an, wirkt zu bequem, lässt den Einsatz vermissen. Zu keinem Zeitpunkt kommt Freude am Genuss auf. Man quält sich fast, dieses Bier zu verkonsumieren. Es drängt sich fast der Eindruck auf, das edle Design soll vom schalen Inhalt ablenken. Nein. Sicher nicht der Stolz der sächsischen Braukultur. Gut. Und was soll man jetzt diesem Bier geben? Eigentlich hätte es eine 2,5 gesetzt. Aber da hätte man es ja auf eine Stufe mit dem miesen Australischen gestellt. Und da ist man dann doch Patriot genug, um dem Dresdner doch eine, wenn auch unverdiente, 3 zu geben. Dem Etikett wegen. Oder weil es auf der Nordhalbkugel gebraut wurde. Oder weil Böhmen nah ist. Oder einfach nur, weil die Elbe durch Dresden fließt. Wie auch immer. Eine drei für das Spezial aus Sachsen. Auch, wenn es diese eigentlich nicht verdient hat. Fazit: Käuflich? Wertung: + + + (t 04/04) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen |