Dresdner Felsenkeller Urhell, Feldschlößchen Aktiengesellschaft,
Dresden, Sachsen, Alc.: 4,8%vol, 0,5l Mehrwegflasche
Es kling bereits beim Einschenken dünn. Das gibt es wirklich. Das
Geräusch, mit dem sich der Schaum sonst im Glas entwickelt - welch
ein erbärmliches mildes Knistern! Der Schaum ist sehr hell und
knistert sehr hell, knistert an der Luft, bis er sich gleich darauf
in selbige aufgelöst hat. So sieht dies sächsische Bier wie
ein angelsächsisches aus. Seelenverwandt sozusagen. Geruchlich
liegt der Sachse in der leichten Gersten-Schublade. Nicht extra stark,
nicht mal ausdrucksstark ist der Antrank. Malz in einer leichten bis
leicht bitter-süßen Form und nicht unbedingt viel Hopfen.
Das Wasser ist anfangs weich, die sehr heftige und kribbelige Kohlensäure
läßt aber so was wie Süffigkeit und Ruhe nicht aufkommen.
Zum guten Schluß dominiert wieder der dünne Eindruck. Zuviel
Wasser?! Der Putz der Flasche ist kein Goldkrönchen mehr wie 2005,
schlichter ist es jetzt - hat ja auch keine 5,2% mehr - oder ist das
nur ein wenig mehr Gutes für die Umwelt?
Fazit: Dünnbier bleibt's
Reinheitsgebot: Ja
Bewertung: + + - (D 01/07)