Dreykorn Dunkel (4,8 %) seit 1831 aus Lauf in Bayern:
Das imposante Wenzelschloss zu Lauf im Etikett sieht dieses Dunkle schon
von außen nach etwas aus. Zwar ist es mit 4,8 Touren sicher kein
Schwergewicht; aber lassen wir es erst mal raus ... Der Schaum ist schon
mal sehr fein strukturiert. Vom Stand her sicher nicht gewaltig. Aber
der Schaum sieht wirklich cremig aus. Die Farbe ... wow ... das schaut
echt klasse aus. Dunkelstes Rubinrot glüht herrisch im Glas. Der
Geruch ist eher dezent aber sehr angenehm malzig und vor allem sehr
rein. Also beste Voraussetzungen bis hierhin.
Geschmacklich kann es leider nicht an den guten ersten Eindruck anknüpfen.
Das ist doch etwas ruppig und unrund. Angefangen bei der Kohlensäure,
die viel zu sprudelig ist über diesen stark eisenartigen Eindruck,
der sich durch das ganze Aroma zieht bis hin zur Vollmundigkeit, die
auf keinen Fall perfekt ist. Man vermisst nicht nur den roten Faden
sondern überhaupt das malztypische, das eigentlich jedes Dunkle
begleiten sollte. Wirklich enttäuschend. Man hätte sich viel
mehr versprochen. Des schon erwähnten Etikettes wegen, dann diese
urige Schreibweise mit dem Ypsilon im Namen. Und dann ein Trank, der
eigentlich total enttäuscht. Zu unausgewogen. Zu dünn. Zu
bittermalzig. Auch die Frische der Zutaten kann nicht befriedigend sein.
Fazit: Das Ypsilon im Namen
Wertung: + + - (t 05/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Frank G. für Besorgung dieses
Bieres!