Eibauer Premium Schwarzbier (4,5%): Gebraut wird das (schwache) große Schwarze der Oberlausitz in 02739 Eibau von der Münch-Bräu seit 1810. (Ein wahres Eibauer-Premium). Gut aussehen tut's ja nicht schlecht. Die Dose wie das Flüssige. Süsslich und leider etwas tot stellt es sich beim ersten Schluck vor. Auch hat das ganze sehr wenig Kohlensäure und wirkt dadurch noch lebloser. Zugeben muß man aber, dass das Gebräu nicht besonders kühl getrunken wurde. Ja. Schmeckt irgendwie wie eingeschlafene Füsse. So cool die Dose auch aussieht (goldene Schrift auf schwarzem Grund), so schwach ist das Bier. Und je länger es einen aus dem Glas anblickt, desto schlabbriger wird es. Schade eigentlich. Das Outfit verspricht eigentlich Edles. Vielleicht schmeckt es vom Faß ja besser.
Prädikat: Totes Bier. Ich will jetzt ein gescheites!
Wertung: + - (tom)
Eibauer Schwarzbier (4,5%) seit 1810 aus Eibau in Sachsen: Herrliche Farbe. Dunkelbernstein. Gegen Licht gehalten glimmt ein Rot auf, wie man es nur aus dem Film kennt. Der Geruch sehr intensiv. Karamelmalzig und voll. Der Schaum fällt etwas aus dem Rahmen. Aber das soll die Sache nicht trüben. Das Aroma ist recht herb-trocken-erdig. Man findet neben Olive viel knackiges Malz, edel-herber Hopfen und etwas Heu. Auch Mokkafunken und ein Stück Bitterschokolade. Das Aroma hat was klassisches und edles an sich. Schmal und trocken im Bild. Süffig und glatt. Wasser wie Kohlensäure auf gutem Niveau. Edel, klassische, fast unterkühlt und aristokratisch tritt es auf. Aber auch die raue Seele kommt auf ihre Kosten, denn mit seiner glatten Art nimmt es auch den hastigen Genießer ein. Mit gefällt das. Sehr süffig, anspruchsvoll, vollaromatisch, ausgewogen. Macht mächtig Spaß, dieses Bier zu testen. Man trinkt dieses Schwarze und weiß sofort, das ist etwas besonderes. In seiner herben, trockenen, malzig-aromatischen Art überzeugt es. Das ist gelungen. Rein im Geschmack und die Rohstoffe strotzen vor Qualität. Ein Bier, wie man es sich für einen Staatsempfang vorstellen könnte. Aber auch der kaufmännische Angestellte kann sich mit diesem Bier identifizieren und der Schichtarbeiter nimmt es sich zum Vorbild. Genau diese Bandbreite, die von edel-dekadent bis bürgerlich-spröde reicht, macht dieses Bier so interessant. Wirklich. Sollte man getrunken haben. Kompliment an die Jungs aus dem Dreiländereck Polen/Tschechien/Deutschland. Da habt ihr was gutes zusammen gebraut. Und ich bin froh, dass ich nach der Dose vor geraumer Zeit nun dieses Flaschenbier zwischen die Finger bekommen haben. Vielleicht reicht es ja eines Tages zu einem vom Fass. Gute 5.
Fazit: Dose, Flasche, Fass
Wertung: + + + + + / z.w. (t 05/03)
Im Internet: www.eibauer.de
Eibauer Schwarzbier, Münch Bräu 02739 Eibau / Sachsen (Oberlausitz), Alc 4,5% Vol. o,5l, Mehrwegflasche, www.eibauer.de:
Ein Schwarzbier der Farbe nach. Das Malz ist spürbar herb, man schmeckt das Getreide - etwa so wie es in der Malzfabrik riecht, frisches Malz, nicht fertig gedarrt. In diesem Bier schmeckt es so, nicht unbedigt auf den ersten Schluck angenehm, wenn man ein süffiges Schwarzbier erwartet hat. Etwas muffiges ist im Hintergrund und hält bis zum Abgang. Auch beim letzten Schluck wird dieser Unterton nicht angenehmer. Das Rückenetikett betont "Sachsens schwarze Kunst" --- vielleicht lässt sich dieses Schwarzbier mit Magie ertragen? Es fehlt einiges zu einem guten Schwarzbier - sogar zu einem guten Bier. Ich muss mich zwingen, alles auszutrinken - das gab es lange nicht.
Und das hätte ich so in Sachsen auch nicht erwartet - schade.
Fazit: Schwarze Kunst???
Bewertung: + (Dieter 04/03)