Einbecker Spezial (5,2 %) seit 1378 aus Einbeck in NS oder NRW:

Frischer Geruch. Spelzig-malzig. Etwas säuerliches mit drin, aber angenehm. Spritzig. Sehr feiner Schaum. Hervorragender Stand. Klassisch gutes Volumen. - - Klare mittelgelbe Farbe. Durchaus bittere Anklänge. Das eben getestete Freisinger war deutlich süßer ausgelegt. Hier spürt man mehr die nordisch-herbe Variante. Nordisch im Sinne von sehr weit weg von Freising im Süden Bayerns. Recht knackig im Aroma, überzeugt es auch durch eine respektable Süffigkeit. Ankreiden muss man diesem Spezial allerdings die schwach metallische Schwingung, die aus dem Geschmack nicht wegzukriegen ist. Das ist sogar recht intensiv, denkt man näher darüber nach. Das ist sehr schade, denn das Wasser wie die Zutaten machen eigentlich einen mehr als guten Eindruck. Aber das Aroma wird stark von diesem bieruntypischen Eindruck negativ gefärbt.
„600 Jahre Brautradition bürgen für höchste Qualität. Der fein-würzige Geschmack und die hervorragende Bekömmlichkeit sind die typischen Eigenschaften dieses Bieres.“
Jammerschade. Dieser fade Beigeschmack macht vieles zunichte. Grundsätzlich kann man enorm gute Ansätze ausmachen. Fein-würzig z.B. würde ich sofort unterschreiben. Bekömmlich ebenso. Aber, wie gesagt, das Aroma ist nicht frei von Störeinflüssen und somit wäre eine Bewertung eigentlich nicht fair bzw. nicht objektiv zu machen. Vielleicht liegt das ja am Paketversand, dem dieses Spezial unterworfen war. Shit. Was für ein übler Nachgeschmack. Gummi-Kronkorken. Dabei bin ich mir absolut sicher, dass dieses Bier aus Einbeck eine richtig gute Note bekommen hätte. Muss dringend nochmals getestet werden.

Fazit: Dem Paketversand unterworfen
Wertung: n.m. (t 01/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Inhaltsstoffe: Brauwasser, Malz, Hopfen
PS: Vielen Dank an die Brauerei Einbeck für die Zusendung der Bierprobe.

Einbecker Spezial (5,2 %) aus Einbeck in Niedersachen:

Sehr feiner Schaum. Herrliches Bild. Der Stand ist ebenfalls beachtenswert. Enorm intensiver Geruch. Malzig ohne Ende. Die Farbe ist mittelgelb, eher hell.
Klarer, sehr reiner, flüssiger Antrank. Das Malz kommt recht schnell in Fahrt und drückt dem Bier eindeutig seinen Stempel auf. Der Hopfen wirkt zurückhaltend und etwas trocken. Das Aroma ist sehr rein und frei von störenden Einflüssen. Das Wasser macht eine hervorragende Figur, die Kohlensäure ist recht fein, könnte aber eine Spur dezenter zu Werk gehen. Abzüge gibt es bei der Vollmundigkeit. Hier erzeugt das Spezial zu wenig Druck. Zwar schmeckt es sehr bekömmlich und mild, aber man vermisst doch etwas mehr Völle und Tiefe. Reinheit in beinahe perfekter Vollendung. Aroma aber etwas zu schwach auf der Brust. Tja. Da hat dieses Bier eine grandiose Basis. Wasser und Kohlensäure agieren einwandfrei. Dann kommt der Antrank, der durch ein sehr transparentes und reines Geschmacksbild gefällt. Danach folgt der Mittelteil, und hier fängt die Sache an, etwas lau zu
Höchste Qualität. Das kann man unterschreiben. Fein-würziger Geschmack. Kaum Argumente, die dagegen sprechen. Hervorragende Bekömmlichkeit. Auch hier kann man nichts dran drehen. Aber richtig Fahrt kriegt es nicht wirklich. Das Staunen bleibt aus. Zwar ist es herrlich süffig, super mild und bekömmlich, aber geschmacklich nicht wirklich außergewöhnlich oder innovativ.
Fazit: Über 600 Jahre Brautradition
Wertung: + + + +