Einsiedler Landbier (5,0 %) Einsiedler Privatbrauerei seit 1855 aus Einsiedel bei Chemnitz in Sachsen:
Feine und intensive Schaumbildung. Der Stand ist hervorragend. Kräftige dunkelmaisgelbe Farbe. Malzdominierter Geruch. Leider etwas unterkühlt und hart, jedoch auf jeden Fall mit positiver Ausstrahlung.
Das Antrank wirkt ein wenig zu hart. Vielleicht liegt es am Wasser, vielleicht an den etwas ruppig eingestellten Zutaten. Auf jeden Fall strömt es nicht viel Wärme und Wohliges aus. Ab dem Mittelteil wird es etwas geordneter und auch vollmundiger. Es entfaltet sich eine Malznote, die nicht übermäßig süß sondern durchaus mit Hopfenbittere unterstützt wird. Ein leicht holziger Ton spielt mit. Ein Bier, das eigentlich ein intensives und facettenreiches Aroma besitzt. Allerdings schafft es der Geschmack nicht, sich richtig in Szene zu setzen. Man hat fas das Gefühl, es möchte, kann irgendwie nicht. Als stecke mehr dahinter. Vor allem dieses kantige und harte, das das Landbier verströmt, kommt nicht gut an. Harmonie und Bekömmlichkeit sind sicher nicht seine Stärken. Und wo es ihm an Milde fehlt, da gelingt es dem Einsiedler nicht durch individuelles und spannendes Aroma gegenzusteuern. Vor allem im Abgang fühlt es sich leer an. Und die Zutaten wirken nicht vollends reif.
Fazit: Braukunst aus dem Erzgebirge
Wertung: + + + (t 07/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: JA
Zutaten: Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Im Internet unter: www.einsiedler.de
Einsiedler Landbier (5,0 %) seit 1885 aus Einsiedel bei Chemnitz in Sachsen:
Das Bier aus dem Erzgebirge. Der Waldschrat im Logo schaut müde aber zufrieden drein. Wohl viele Halbe des Landbieres im Bauch.
Malziger Duft, kernig, mit leicht hopfenblumigen Aspekten. Der Schaum ist feinporig, der Stand nicht vollkommen, wenn doch erfreulich. Die Farbe ist mittelgelb und kräftig.
Recht schwach in der Kohlensäure. Dafür überraschend blumig im Hopfen. Überhaupt eher hopfenlastig. Zwar gibt es im Bereich Vollmundigkeit und Tiefe ein paar Differenzen und Schwächen. Aber der Hopfen besticht auf jeden Fall. Der Abgang ist auch etwas dünn und nicht sonderlich einprägsam. Bitter-hopfig im Ansatz. Dazu wirkt es teils etwas spitz und unrund. Originell im Hopfenton. Der Rest jedoch ist nicht ganz auf der Höhe. Wirbelt vor allem der Hopfen in seiner blumig-bitteren Art die Sache nach oben, hält sich das Bier über die Zeit nicht auf diesem Niveau. Auch eine gewisse Lauheit macht sich breit. Schade. Denn der Antrank ist sehr blumig und variantenreich und verspricht einiges. Ab dem Mittelteil aber sackt es leicht weg und läuft nicht gerade majestätisch aus.
Fazit: Kein Einsiedler für sich
Wertung: + + + + (t 05/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja
Inhaltsstoffe: Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Im Internet unter: www.einsiedler.de