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| Eisenacher Wartburg Pils (4,9%) seit 1828 aus Eisenach in Thüringen:
Höllisch herber Geruch. - - - Und so ist auch das Aroma. Hyperherb. Das ist richtig stramm durchgehopft und trocken. Da zieht es einem die Mundwinkel nach allen Seiten. - - - Puh. Das muß man erst mal verarbeiten. Wirklich die Herbe in Person. Ein wenig mehr Malzigkeit wäre vielleicht nicht schlecht. Zumal das Eisenacher etwas einsilbig bzw. schmal und flach erscheint. Und im Abgang kommt ein puderiger Nachgeschmack, der den Mundraum belegt. Außerdem ist mir die Kohlensäure ziemlich heftig. Es bizzelt regelrecht und nimmt diesem Pils so die Cremigkeit. Etwas weniger Gas wäre wohl förderlich. "Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot am Fuße der Wartburg mit erstklassigen Rohstoffen nach alte Tradition." Dass dieses Bier eine lange Tradition aufweisen kann, spürt man vor allem am Anfang. Da entfaltet es Klasse und Freude auf mehr. Aber schon bald fährt einem diese Herbe durch Mark und Bein und man hat mit dem Bitteren so seinen Kampf. Für Extrempilsfreunde sicher eine Herausforderung. Mir ist es, wie gesagt, eine Spur, vor allem in Zusammenarbeit mit der Kohlensäure, zu heftig. Jedoch meine ich damit für eine Topwertung. Das Wartburg Pils ist immer noch ein Bier, dass sich nicht verstecken muß. Da tut auch das klare und reine Geschmacksbild, nur im Abgang gibt es Einfärbungen, seinen Teil dazu. Allerdings sollte man denen abraten, die auf bayerische Helle stehen. Die werden sich mit diesem hier kaum anfreunden. Für Liebhaber eines trockenen, richtig herben Pils allerdings ist das Eisenacher genau die richtige Wahl. Bemerken sollte man noch die gute Gestaltung des Etiketts. Sieht edel und gelungen aus. Fazit: Extrempilsing Wertung: + + + + (t 01/03) Im Internet: www.eisenacherbrauerei.de |
| Eisenacher Wartburg Pils, Eisenacher Brauerei GmbH,
99817 Eisenach, Thüringen, seit 1828, alc 4,9% vol; e0,5l; Gebraut
nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516: Auf dem sonst schlichten Etikett prangen goldene Medaillen: Goldenen Staats-Medaille Gotha 1893, Goldenen Medaille und Ehrenpreis London 1897. Auch der Flaschenhals ist vergoldet, jedenfalls mit Alufolie. Soviel Tradition, da nimmt man an, die hätten es in den vielen Jahren gelernt, ein super Bier zu brauen. Deckel auf und Eingießen. Was ist das, es schäumt und zischt wie bei einer Brausetablette. Nachdem sich der Gerstensaft beruhigt hat, ist die Schaumkrone auf wenige Millimeter geschrumpft, hält aber dann in dieser Form erstaunlich lange. Das Bier selbst ist eher leicht. Kein tolles Malz, kein übermäßig weiches Wasser. Eher oberflächlich aus den vorhandenen Zutaten zusammengebraut. Die sind allesamt nach dem Reinheitsgebot deklariert. Jetzt kommt noch der Hopfen, der wertet alles recht gut mild-herb auf, so dass doch nicht alles verloren scheint in den Jahrhunderten der Tradition. Der Hopfen ist wirklich von einer guten ausgesuchten Qualitätssorte und gibt dem Bier eine für Thüringen eher ungewöhnlich herbe Schlußnote. Der Abgang ist hopfenherb, wie es ein Pils verlangt. Dieses Bier fällt nicht mit der Tür ins Haus, zeigt erst beim Abgang seine Stärken. Reinheitsgebot: Ja Fazit: Oberflächlich und zurückhaltend Bewertung: + + + + (Dieter 07/04) |