Erdinger Weißbier Leicht (2,9 %) seit ? aus Erding in Bayern:

Der Schaum ist nicht ganz das, was man fernsehreif nennen würde, enttäuscht aber auch nicht vollends. Sind die Poren noch fein, so beleben Volumen und Stand das Bild nur begrenzt. Die Farbe ist von der eines Normalen nicht zu unterscheiden und geht in eine strohig-orangene Richtung. Der Geruch ist überraschend voll und vereint süße Faktoren, eine hefige Komponenten sowie einen weizigen Hauch. Wobei das Malzsüße dominiert.
Das verebbt im Antrank etwas. Hier macht sich zuerst eine etwas garstige Kohlensäureinterpretation bemerkbar. Nicht wirklich weich sondern sprudelig und etwas hart. Der Geschmack ist in seiner Vollmundigkeit natürlicherweise eingeschränkt. Am ehesten kommt eine etwas korkige Weizennote zum Tragen. Die Hefe und das Malz folgen. Das Wasser ist aufgrund der zu aktiven Kohlensäuredarbietung schwer einzuschätzen. Überhaupt leidet die ganze Geschichte unter der Tatsache, dass die Süffigkeit ziemlich runter gezogen wird aufgrund dieses spritzig-sprudeligen und gleichzeitig nicht sehr anschmiegsamen Grundcharakters.
„Das leichte, prickelnde Trinkerlebnis. Ein Weißbier mit feiner Hefe, original in der Flasche vergoren. Reinste Zutaten und eine besondere Rezeptur garantieren höchste Qualität und Bekömmlichkeit.“
Geschmacklich sicher nicht aufregend. Eine mit etwas Kork untermalte Apfelnote kommt noch zur Geltung. Das Aroma wirkt in jedem Fall für ein Leichtes ansprechend. Die schon erwähnte Beeinträchtigung sollte nicht zu sehr ins Gewicht fallen, sodass man eine 3 durchaus noch geben kann, die sich bei optimaler Konsistenz und runderem, weicherem Körper sicher noch um einen halben Punkt steigern könnte.

Fazit: Aus Bayern
Wertung: + + + [t 03/08]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter: www.erdinger.de