Erlbach Schwarze Seele (4,9 %) 0,33er Bügelverschlussflasche
seit ? aus Erlbach in Sachsen:
Kleine Bügelverschlussflasche. Edel. Aufwendig. Klanglich steht
es den großen in nichts nach. Der Schaum hat eine hellbeige, sanfte
Färbung. Die Poren sind fein bis mittel. Der Stand ist gut, das
Volumen ist eine Parade. Optisch eine sehr ansehnliche Sache. Malzwürziger
Duft mit röstmalzigen Spuren. Süße Elemente runden gelungen
ab. Feinbittre Hopfennote geben dem Geruch eine edle Ausrichtung. Eine
nussig-harzige Impression gibt der Basis Stand. Insgesamt wirkt der
Duft sehr ausgewogen und mild bei sehr natürlichem Ausdruck. Ein
Hauch Treber gibt der Sache eine dezente Frische und Spritzigkeit.
Der Antrank hat viel Röstmalz und eine Spur Lakritz im Programm.
Aber was passiert danach?! Ein schneidender, beißender Ton, sauer
und hart, bohrt sich durchs Aroma und läuft hundsbitter aus. Da
kann was nicht stimmen. Das ist viel zu spröde, eckig und ungehobelt.
Vielleicht ist das Bier, gebraut in einer kleinen Hausbrauerei bereits
abgelaufen. Leider ist das auf dem Label nicht zu erkennen. Möglich,
dass es auf dem postalischem Wege eine mitbekommen hat. Auf jeden Fall
bin ich mir absolut sicher, dass dieses dunkle fassfrisch in einer ganz
anderen Liga spielt. Man könnte jetzt versuchen in den Tiefen des
Aromas nach Normalitäten zu suchen und den Geschmack herbeizuphilosophieren
... das bringt nichts. Lieber versuchen, diesen Trank in Zukunft noch
einmal verköstigen zu können, und dann in besserer Form.
Fazit: Ganz andere Liga
Wertung: n.m. [t 01/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter:
www.brauhaus-erlbach.de
PS: Vielen Dank an Stefan W. für die Zusendung
der Erlbach-Dreiher-Testreihe.