Eschenbräu Dunkel (5,3 %) Frisch vom Fass, seit ? Berlin:
Diese Braustätte liegt außerhalb des Stadtzentrums im Bezirk
Wedding. Auf den ersten Blick von außen nicht sehr einladend,
erblickt man nach dem Durchschreiten eines etwas klobigen Eingangsbereiches
einen gemütlichen Innenhof mit altem Baumbestand, der als Biergarten
fungiert.
Der beste Schaum im Stall. Klasse Haube. Relativ klare Mahagonifarbe.
Gleichmäßiger, weicher, wohliger Malzdurft. Warm. Weit. Röstmalzig.
Schwarzbeerfruchtig betont.
Trockener, stark brotkrustiger Antrank. Dazu Kaffeeschattierungen sowie
Malzsüße in kompakter Form. Ausgewogen, harmonisch, wild
und mild zugleich. Die Kombination aus herb-trockenmalzigen und süßen
Einflüssen imponiert. Das wirkt edel und stilvoll. Das Dunkle hat
einen tollen Ausdruck, wirkt dicht, vollmundig und kompakt. Kein Vergleich
zum Pils, das ist hier und heute klar das schwächste. Im dunklen
Bereich zeigt die Brauerei, wo ihre stärken liegen. Die Malzaromen
sind reichhaltig und intensiv. Röstige, trockene, kaffeeartige
sowie zuckrige Impressionen vereinigen sich zu einem anspruchsvollen
Geschmacksbild. Das ist überzeugend wie hochwertig und meines Erachtens
noch etwas höher einzustufen als das schon hervorragende Weizen.
Fazit: Röstmalz ist Trumpf
Wertung: + + + + + - [t
07/09] Berlin