Eschenbräu Pils (5,0 %) Frisch vom Fass, seit ? Berlin:


"Wir befinden uns im 3.Jahrtausend n.Chr. In ganz Germania herrschen Bierriesen über den Durst des Volkes. In ganz Germania? Nein! Eine von einem unbeugsamen Braumeister betriebene Brauerei hört nicht auf, dem Einheitsgeschmack der Bierriesen Widerstand zu leisten. In einem kleinen Keller in Wedding braut er nach geheimen Rezepten Sud für Sud Bierspezialitäten, die dem Biergenießer enormes Wohlbefinden bescheren...”
Diese Braustätte liegt außerhalb des Stadtzentrums im Bezirk Wedding. Auf den ersten Blick von außen nicht sehr einladend, erblickt man nach dem Durchschreiten eines etwas klobigen Eingangsbereiches einen gemütlichen Innenhof mit altem Baumbestand, der als Biergarten fungiert.
Ultraschaum! Etwas platt formuliert aber treffend. Die Farbe ist hellgelb und leuchtend. Klar hopfenbetonter Geruch, leicht ätherisch, sehr frisch, schwach nussig, sehr lebhaft.
Authentisch auch der Antrank. Sehr natürlich und pur. Die Vollmundigkeit und Tiefe enttäuschen jedoch leicht. Vor allem im Finish wirkt das Pils recht dünn, fast lau. Das Wasser ist sehr weich, fast samtig. Die Kohlensäure verrichte ihren Job gut. Zu Beginn überzeugt das Aroma. Aber spätestens ab der Mitte kommt ein Knick und das Bier verliert an Kraft. So gut der Hopfen beginnt, er lässt zu sehr nach, im fehlt es an Standhaftigkeit. Das ganze wird zu wässrig, zwar weich, dennoch ist der Ausdruck nicht kräftig genug – für ein großes Bier. Schade. Man hat das Gefühl, hier würde mehr drin stecken, kann sich jedoch nicht entfalten. Das Aroma ist insgesamt zu flach. Da helfen auch interessante nussige Elemente, schön trocken, nicht hinauf. Zwar atmet dieses Pils den familiären Hauch, keine Frage, aber ohne den nötigen Drive.

Fazit: Außerhalb.
Wertung: + + + + [t 07/09] Berlin