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| Ettaler Kloster Edel-Hell (5,2%) seit 1330 aus Ettal in
Bayern: Malziger Geruch mit hopfigen Anleihen und sommerwiesenrichtung.
Blumiges, kräftiges Aroma. Es hat eine auffallende Heunote mit Citrusanteilen.
Dazu etwas fruchtiges. Sehr abwechslungsreich und interessant. Man findet
neben einer hopfenwürzigen Note auch eine kernige Malzigkeit, die durch
Facetten angereichert wird, die von Blumenwiese bis frische Beeren reicht.
Nicht einfach zu beschreiben. Ein sehr vielfältiges Aroma, das trotz aller
Rollen eine Einheit darstellt. Dazu offenbart sich ein Brauwasser, das absolut
weich ist. Die Kohlensäure ist lebendig, gibt dem Bier Spritzigkeit und
Leben, wobei es die Sache fast etwas zu gut meint. "Das Ettaler Kloster
Edel-Hell, unseren hopfenwürzigen Benediktinertrunk, brauen wir Benediktiner
der Abtei Ettal mit großer Sorgfalt und reicher Erfahrung aus erlesenen
Rohstoffen und mit reinem Bergwasser nach dem bayerischen Reinheitsgebot."
Ein sehr lebendiges, fast verspieltes Bier. Herb und süß zugleich. Streng
und verspielt in einem. So gemütlich wie engagiert. Aus vielen Blickwinkel
kann man dieses Edel-Hell betrachten. Und sich an den zahlreichen Zusammenhängen
laben. Ein nicht einfaches, eher anspruchsvolles Bier; auf den zweiten Blick.
Man muß sich vielleicht ein wenig Zeit nehmen, um dem vollen und reichen
Aroma, nach der ersten Euphorie, auf den Grund zu kommen. Aber dieser Einsatz
lohnt sich. Man erhält als Gegenleistung ein hoffnungsvolles Talent mit
großer Perspektive. Rein, natürlich, vollmundig, würzig, abwechslungsreich,
süffig. Man muß den Benediktinern einen großen Dank aussprechen. Ihren Werbetexter
könnten die vielleicht auswechseln. Ihren Braumeister sicher nicht. Denkbar
knapp an der 6 vorbei. Vom Faß, so wette ich, und mit etwas cremigerer Kohlensäure,
schlägt's dann voll ein. Fazit: Volley vom Faß Wertung: + + + + + - (t 11/02) Im Internet unter www.kloster-ettal.de |