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| Ettaler Kloster Weißbier Hell (5,0 %) seit 1330 aus Ettal
in Bayern: Das Kloster hat eine lange Tradition. Das Helle Weizen anno 2005 präsentiert sich recht hell, die Hefe sinkt nur langsam gen Boden. Der Schaum ist nicht spitzenmäßig, bewegt sich eher in der Mitte. Der Geruch ist etwas säuerlich. - - Gesetzt vollmundiger Antrank. Etwas säuerliches Gepräge. Das Aroma wirkt etwas unterkühlt und unbeweglich. Nicht richtig warm und weich. Das überrascht mich etwas, denn eigentlich haben die Ettaler Biere einen sehr guten Ruf. Dieses Weizen aber wirkt irgendwie nicht richtig ausgereift bzw. liebevoll eingebraut. Die Vollmundigkeit wäre ausbaufähig. Das säuerlich-hefige Aroma könnte man auf mehr Harmonie trimmen. Der Abgang wäre eindeutig aufzumöbeln. „Ein feinwürzig abgerundeter und mit obergäriger reiner Hefe in der Flasche ausgereifter und nachvergorener Biertyp aus der guten alten Zeit, heute wieder hochmodern. Gebraut mit großer Sorgfalt, reicher Erfahrung und erlesenen Rohstoffen mit reinem Bergwasser nach dem bayerischen Reinheitsgebot.“ Man fragt sich ein wenig, was will einem dieses Weißbier sagen? Das Aroma scheint sich nicht so recht für eine bestimmte Richtung entscheiden zu können. Es fesselt nicht. Es beeindruckt nicht. Und haut auch nicht vom Hocker. Zwar ist das Wasser wirklich recht weich und die Kohlensäure auf ordentliches Niveau getrimmt. Aber der Geschmack ... tja, hier scheiden sich die Geister. Begeisterung kommt keine auf. Dazu hat das Aroma zu wenig Leben, zu wenig Esprit. Homogenität und Wärme könnte man ausbauen; aber. Ist es mein Job zu beschreiben, was man besser machen könnte/sollte? Nein. Drum konzentrieren uns auf unsere eigentliche Aufgabe und geben kund, dass dieses Ettaler Kloster Weißbier Hell über den Durchschnitt nicht hinaus kommt. Fazit: Unsere Aufgaben Wertung: + + + (t 01/05) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Inhaltsstoffe: Wasser, Gersenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe Im Internet unter: www.kloster-ettal.de |
| Ettaler Kloster Weißbier (5,0%) seit 1330 aus Ettal in
Bayern: Vorbildlicher Schaum. Hell-kupferne Farbe. Herb-hefiger Geruch.
Ja. Das ist ein gutes Bier. Ein herrliches Weizen. Das vorzügliche Hefe.
Mild-wüzrig, weich, ausgewogen, harmonisch, süffig, spritzig, bekömmlich,
frisch. Eigencharakter, Gelassenheit, Ausstrahlung, Bescheidenheit. Aroma
in Balance. Hier passen alle Teile einwandfrei ins Puzzle. Das ist Weizengenuß
auf höchstem Niveau. Ein eher herb-trockenes und hefiges Weizen. Es strahlt
etwas ruhiges, gediegenes, fast edles aus. Das Aroma bildet eine imposante
Einheit. Übertreibt es nicht mit Geschmackssperenzchen, fällt nicht auf
durch wirre Aromen. Hier findet sich ein tiefer, voller, runder Geschmack,
der von langer Tradition und gekonntem Brauhandwerk zeugt. Ein Bier, das
nicht nur vollendet schmeckt, sondern nachdenklich macht. Was ist der Sinn
des Lebens? Wonach streben wir? Wohin soll uns unser Weg führen? Sollten
wir nicht Mönch werden? Bier brauen? Glücklich sein mit Wasser, Hefe, Hopfen
und Malz? Ich glaube, ich werde mich mal erkundigen, was es braucht, um
bei den Ettalern als Klosterbruder unter zu kommen. Ich lasse mich dann
gleich dem Braumeister zuteilen. Und dem werde ich dann Helfen, Bier zu
brauen. Fazit: Wie wird man Mönch? Wertung: + + + + + - (11/02) Im Internet unter www.kloster-ettal.de PS: Es muß noch erwähnt werden, dass dieses Weizen selbst nach geraumer Zeit dermaßen frisch und süffig bleibt, dass es eine Wonne ist. Ein wahrlich großes Bier. |