Export „33“ (5%) aus Dakar, Senegal
Also weiter geht’s mit den senegalesischen Bieren. Als nächstes
ist das „33“ Export dran, ebenfalls aus Dakar. Die Flasche
sieht schon eher gewöhnlich aus, eine althergebrachte nullfünfer
‚Musikerpatrone‘ (dieser Name rührt von der hohen Popularität
welche diese Art Behältnis unter Blaskapellenmusikern in ländlichen
Gefilden Nordbayerns genießt, besonders bei lokalen Dorffesten.
Davon jedoch erscheint das senegalesische 33 weit entfernt). Auch beim
33 trinkt sich der erste Schluck gut an. Es ist kräftiger und vollmundiger
als das La Gazelle. Da steckt mehr dahinter. Schon das Etikett wirkt
anspruchsvoller. Beim Brauwasser schenken sich die Biere nicht viel
– wie auch! Das 33 allerdings ist kompletter, es macht was aus
seinen Zutaten – es wurde gebraut, nicht gemischt. Man schmeckt
eine gewisse malzige Würze und eine hopfige Herbe. Das ist gar
nicht übel. Es gibt sogar Schaum, wenn auch nur recht kurzzeitig.
Nichtsdestotrotz ist der Inhalt dieser „33“er Musikerpatrone
nicht mit jenem gleichartiger Behältnisse auf nordbayrischen Dorffesten
vergleichbar. Soweit reicht der gute Wille dann doch nicht. Zu unausgewogen
das Gesamtbild, zu eckig der Hopfen, zu flach der Geschmack. Nichtsdestotrotz,
das „33“ verkauft sich als afrikanisches Bier nicht schlecht,
es ist dem La Gazelle vorzuziehen und braucht sich nicht zu verstecken
– besonders gut gekühlt durchaus ein Genuss.
Fazit: nicht nur für Musiker
Wertung: + + + + (pm 09/10)