Bild folgt


Fairtrade Organic Ale Freeminer (5,0 %) 0,5-Liter-Flasche seit ? aus Cinderford in England:


Dieses Bier erhält man in der britischen Supermarktkette Co-Operative. Nett aufgemacht. Optisch gelungen. Hoffentlich auch der Inhalt … Sehr schmuckes und edles Bernstein. Tolle Farbe. Der Schaum passt sich in seiner Schattierung leicht an, ist feinporig, hoch aufstrebend und standhaft. Prima Bild. Harzig-karamellartiger, süß-bitter-malziger Geruch mit einer Spur Ingwer und Citrus. Das Ganze aber recht zurückhaltend und mild, keinesfalls aufdringlich, eher dezent und unauffällig.
Durchaus vollmundiger und ausgewogener Beginn. Nussig und leicht harzig im Charakter. Dazu eine bittere, holzige Note. Mittig wird es etwas unrunder und härter. Die Bitterstoffe drängen nach oben und wirken in ihrer säuerlichen Unternote etwas unsortiert. Das Finish dann wieder etwas kompakter mit einer schwachen Tabaknuance. Alles nicht sonderlich gut abgestimmt auf die volle Distanz. War die Sachlage beim Honey Ale noch einigermaßen klar, so wird das Ganze hier schon etwas kritischer. Das Bier ist zu undefiniert und wenig geordnet, die Kompaktheit fehlt, auch der Rote Faden, man weiß eigentlich gar nicht, wie dieses Ale schmeckt … wenn man nicht darauf achtet. Konzentriert man sich, entdeckt man nussig-holzige und harzig-karamellartige Aromen mit etwas Leder und Tabak im Geleit sowie einem säuerlichen Unterton. Die Abstimmung der Zutaten ist nicht besonders gut. Der Geschmackskörper wirkt vor allem nach dem ersten Drittel zu zerfahren, um wirklich Eindruck machen zu können. Dabei sind die Ansätze da, Wasser und Kohlensäure sehr weich, die Intensität der einzelnen Geschmackskapitel wie auch die Vollmundigkeit am Anfang nicht unerheblich. Die Zusammenführung jedoch lässt zu wünschen übrig und führt am Ende zur 3. Wer meine Empfehlung hören möchte, der greife zum leichteren, frischeren, kompakteren Honey Ale. Selbst diejenigen, die sich Honig in Bier nicht vorstellen können, werden erfreut sein. Hier fehlt mir die Inspiration, der Feingeist, das Herausfordernde. Aber vielleicht ist das bei einem Supermarktbier auch zu viel verlangt. Es gibt diese feinen Ausnahmen. Das vorliegende Testbier jedoch schafft es nicht, sich aus der breiten Masse der Einheitsbiere herauszuheben. Gleichwohl ist es ein Gebräu, das man ohne größere Probleme verkonsumieren kann. Man macht keinen Fehler, greift man zu diesem Ale.

Fazit: Weniger erfreut
Wertung: + + + [t 08/11] -Loch Ard-
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Zutaten: k.A.