Falk Dunkles (5,3 %) 0,5er Flasche Weizenbrauerei Hans Falk seit ? aus Amberg in Bayern:

Rund sechs Wochen nach dem ersten bzw. letzten Falk-Dunkles-Test komme ich durch eine glückliche Fügung heute erneut in den Genuss dieses Bieres und ergreife die Gelegenheit für eine neuerliche Rezension mit unerheblicher Vorfreude aufgrund des guten Eindrucks letztes Mal.
Der Schaum ist nach wie vor ein königlicher Anblick. Wundervoll. Man möchte reinbeißen. Der Duft bewegt sich in röstmalzigen Bahnen, hat eine leicht fruchtige Einfärbung. Eine Spur Kaffee könnte man noch einbauen.
Der Geschmack behält seine gutmütige röstmalzig-säuerliche Note, vereint Kaffeespuren in sich und das Fruchtige schimmert immer wieder durch. Grundsätzlich ist dieses aber ein eher herb-trocken-erdiges Bier. Hier und heute scheint mir das Kaffeeartige stärker. Das milde Grundmodell bei viel Spannung bleibt. Das Schokoladige ist greifbar. Im Großen und Ganzen finden sich die Eindrücke aus dem ersten Test, der ja noch nicht so lange zurück liegt, wieder. Ein mehr als gelungenes Dunkles Gebräu, das ich jedem ans Herzlegen möchte und ab jetzt ohne weiteres Getippe genießen werde.

Fazit: Ab jetzt
Wertung: + + + + +* [t 10/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
PS: Vielen Dank an xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
PPS: Das Dunkle ist übrigens kein Weizen, auch wenn es aus einer Weizenbiermanufaktur stammt, sondern ein untergäriges Dunkles, nach Art eines Weizens flaschenvergoren. Danke an Gernot W. für die Info!


Falk Dunkles (5,3 %) 0,5er Flasche Weizenbrauerei Hans Falk seit ? aus Amberg in Bayern:

Der Schaum ist prächtig. Beige Feinporen türmen sich überragend auf. Es dauert, bis das Kunstwerk vollends eingeschenkt ist. Das „Dunkel“ steht als Synonym für ein wirklich dichtes, nussbraunes Dunkel, das zwar durch die Hefe leicht aufgehellt wird, das fällt jedoch kaum ins Gewicht. Der Geruch ist mild, dezent, bekömmlich. Ein röstmalziger Hauch steuert die schlanke Portion Hefe gekonnt an. Eine beerenfruchtiger Impression sei nicht vergessen. Eine Spur Brotkruste. Aber alles sehr zurückhaltend und unaufdringlich.
Lecker. Röstmalziger, röstig-dezent-säuerlicher, hefiger Antrank, der behutsam beginnt. Das Röstige ist zart aber dominant. Es mischen sich kaffeebohnenähnliche Impressionen hinzu, auch etwas Bittschokolade mit leicht Zuckrigem untermalt fehlt nicht. Mittelteil und Antrank fügen sich sehr harmonisch ein. Alles ist sehr mild und bekömmlich aufgebaut. Keine Spur von Sperrigkeit oder Völlendem. Das Wasser ist außergewöhnlich weich. Die Kohlensäure sehr gediegen und samtig. Insgesamt verfügt dieses Bier über einen extrem hohen Süffigkeitsgrad.
„Weizen Falk … ich flieg’ drauf … auf die traditionsreichen und nach den speziellen Rezepten gebrauten Biere der Amberger Weizenbierbrauerei Hans Falk.“
Dem kann man sich nur anschließen. Spontan, oder nach längerem Genießen. Ein sehr gelungenes Gebräu der sanften Art. Trotz tiefsten Farbschattierungen hellt dieses Bier den Feierabend auf, bleibt schlank und süffig, verzichtet auf vordergründige Effekte, setzt auf solides und bodenständiges Auftreten, das gekonnte Handwerk schimmert bei jedem Schluck. Röstmalzige und hefige Grundtöne mischen sich anregend miteinander. Im letzten Drittel tritt ein trockner, holziger Hopfen auf die Bühne, der sich mit den Zuckeraromen sehr gut abgleicht. Nicht zu vergessen soll dieser frische gerstige Einfluss, der eher an helle Hefeweizen erinnert, die Sache zusätzlich auflockert. Etwas Säuerlich-Hefiges ist vorhanden, durchaus weizentypisch, angereichert durch eine staubig-pilzarige Hefeinterpretation. Das Bier hat viel zu bieten. Man muss es entdecken. Der schnelle Schluck zählt nicht. Das langsame Hinabgleiten und sanfte umschmeicheln des Gaumens entpuppt sich als das probatere Mittel. Einziges Manko: ein wenig mehr Hintergründigkeit, Spannung und vielleicht auch frecheres Auftreten hätten diesem Trank noch ein wenig mehr Klasse beschert. Andererseits geht es voll auf in seiner ruhigen Ausstrahlung, die sich auf den Trinker überträgt. Sehr wohlig. Sehr gemütlich. Sehr gute 5.

Fazit: Probates Mittel
Wertung: + + + + +* [09/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
PPS: Das Dunkle ist übrigens kein Weizen, auch wenn es aus einer Weizenbiermanufaktur stammt, sondern ein untergäriges Dunkles, nach Art eines Weizens flaschenvergoren. Danke an Gernot W. für die Info!