Falkenfelser Premium Export (5,5 %) seit ? aus Bad Hersfeld in Bayern:
Scharf-malziger Geruch. Gute Schaumbildung, die Poren außen sehr fein, innen grober. Sattgelbe, klare Farbe.
Der cremige und recht volle Schaum gibt dem Antrank etwas weiches. Das Malz dominiert auf eine etwas unterkühlte, kurz angebundene Art das Aroma, ohne dabei schwach oder leer zu wirken. Der Hopfen zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Er hinterläßt nicht unbedingt eine markante Spur. Das Wasser wirkt nicht überweich, die Kohlensäure ist aber gut eingestellt und verleiht diesem Export eine ordentliche Süffigkeit. Das Falkenfelser bietet zwar kein waghalsiges und raffiniertes Aroma. Dafür präsentiert es ein solides und handwerklich korrektes Erscheinungsbild. Die Süffigkeit liegt nicht unter dem Durchschnitt. Vielmehr als klassisches Malz ist aus dem Geschmack nicht herauszuholen. Der Vorteil ist, man verliert sich in keinem Aromalabyrinth sondern kann es durch seine akzeptable Geschmeidigkeit gemütlich und rasch verkonsumieren. Ohne dabei viel nachdenken zu müssen, verbreitet es eine Gemütlichkeit, in die man sich nach einer mittelprächtigen bis äußerst räudigen Arbeitswoche gerne sinken läßt. Kein großes Geschmacksfeuerwerk. Dafür ein bescheidenes, korrektes, konservatives Aroma. Ein wenig bizzelig-säuerlich im letzten Drittel. Ansonsten kaum Störfaktoren. Sicher nicht sonderlich Tief und eigencharakterlich geprägt. Dafür einfach und unkompliziert. Tut einem auch mal gut. Dazu noch spottbillig in NETTO-Märkten zu kaufen.
Fazit: Gutes Preis-Leistungsverhältnis
Wertung: + + + - (t 12/03)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen, Hopfenextrakt