Fallersleber Schloßbräu Weizen (5,2 %) Altes Brauhaus zu Fallersleben Privatbrauerei und Gaststätte Inhaber H. Gerhmann seit 1987 aus Fallersleben in Niedersachsen:

Ich muss zugeben, dass das Brauhaus zu Fallersleben mit Abstand eines der imposantesten ist, die ich jemals besuchen durfte. Ein massiver, gedrungener, jahrhundertealter Prachtbau beherbergt heute die Braustätte und verströmt ein altertümliches Ambiente. Schön, dass auch moderne Faktoren zählen, und das Bier auch in schmucken 0,5er-Bügelverschlussflaschen erhältlich ist.
Cremige, imposante Schaumkrone, drunter eine kupfergelbe, trübe, einladend ausschauende und vor allem frisch gezapfte Basis. Überraschend viel Hopfen im Antrank, tannig. Danach kommt eine korkig Hefenote ins Spiel sowie ein holziger Hopfeneindruck. Die Malzsüße ist markant, und eine fruchtige Bananenimpression sorgt für Spannung, ein Hauch herber Waldhonig passt sich gut ein, final kommt noch eine Kirschspur ins Geschmacksfeld. Der Körper ist prickelnd und frisch, markant und eigen. Das Weizen ist nich so weich und ausgewogen wie das 1765er, dafür wilder, uriger, würziger und griffiger. Der Abgang jedoch eist etws dünn, wie überhaupt die Vollmundigkeit etwas ausgeprägter sein könnte. Das Bier lebt eher von seiner Wildheit und Abwechslung. Gut gemacht. Aber nicht überragend ausgeführt. Auf jeden Fall ein einflussreiches Bier, das viel Spaß macht, eine interessante, fruchtig-hefige Komposition mit viel Herz und Charme, das vor allem auch mit seiner Hopfeninterpretation Akzente setzt. Für ein Weizen fast ungewöhnlich, mutig!

Fazit: Mutig
Wertung: + + + + + [t 11/08]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet: www.gifhorner-brauhaus.de