Falter Weissbier Hell (5,3 %) seit ? aus Hof in Bayern:
„Diese hefetrübe Bierspezialität zeichnet sich durch
seinen einzigartigen Geschmack aus: spritzig-würzig-anspruchsvoll.
Beste Zutaten wie das exzellente Wasser aus dem hausbrunnen, bester
Hopfen aus der Hallertau und Tettnang machen aus unserem Falter-Weissbier
einen unverwechselbaren Trinkgenuss. Nicht ohne Grund wurde dieser Gerstensaft
2000 mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft,
dem Goldenen DLG-Preis, prämiert.“
Alle Achtung. Fesche Worte. Hört sich beeindruckend an. Die Vorfreude
wächst. Der Durst wird größer. Das Hirn beginnt in Wallung
zu geraten. Der Schaum ist schon mal nicht 100%ig in Schuss, macht kein
schlechtes Bild, kann aber auch nicht begeistern. Der Duft ist frisch,
etwas korkig, nicht übermäßig voll, auch etwas säuer-lich.
Die Farbe recht hell ausgeprägt.
Also maulen kann man auf keinen Fall. Das Wasser ist wirklich enorm
weich. Die Kohlensäure dezent abge-stimmt. Der Grundgeschmack dieses
Weissbiers ist hefig angehaucht und kornig, weizenmalzig. Keine großen
Aromaexperimente, solides, handwerklich einwandfreies Auftreten. Der
Antrank ist voluminös, vollmundig, markant. Hier entfaltet sich
der Geschmack am besten. Das Malz tritt selbstbewusst auf, hat Format.
Danach flacht es etwas ab um im Abgang wieder aufzuflammen, hier tut
sich die Hefe hervor, verströmt eine sanft zupa-ckende Kernigkeit.
Allerdings muss man sagen, dass hier die Vollmundigkeit deutlich an
Schwung verliert. Das Ganze wird etwas hausbackener. Die Harmonie der
Zutaten ist erfreulich gut. Das Wasser, wie schon gesagt, eine tolle
Basis. Störfaktoren, die den Geschmack trüben könnten,
gibt es nicht. Das Aroma ist eher konservativ, schnörkellos ausgelegt.
Die Tiefe, der Ausdruck sind sicher nicht beeindruckend. Vielmehr ist
es ein sehr süffi-ges, grundsolides, schmackhaftes Bier, das auf
große Effekte verzichtet, dafür ein extrem akzeptables Aromabild
bietet. Konservativ aber sehr gut. Die Hefe könnte sicher mehr
Drall an den Tag legen. Auch die Übrigen Kom-ponenten stechen nicht
übermäßig hervor. Es ist die Einheitlichkeit und Solidität
des Aromas, welche diesem oberfränkischem Weizen die Klasse verleihen.
Allerdings muss ich klar sagen, dass das ebenfalls prämierte
Freudenberger
von soeben dieses Hofer Bier eindeutig schlägt. Drum auch „nur“
die 4, denn das Freudenberger brannte ein ganz anderes Feuerwerk ab.
Fazit: Anderes Feuerwerk
Wertung: + + + + [t 12/05]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Weizen- und Gerstenmalz, Hopfen,
Hopfenextrakt, Hefe
Im Internet unter:
www.brauerei-falter.de