Feldschlösschen Pilsener, seit 1858, Feldschlößchen AG Dresden, Sachsen, D, 0,5l Mehrwegflasche, 4,9%vol

Das "Dresdener Männelbier" präsentiert sich goldgelb hell im Lichte glänzend. Der Schaum baut sich gut auf, sackt auf eine gute Hälfte des Anfangsvolumens zusammen, bleibt dann aber passabel so stehen. Die Kohlensäure läßt muntere Bläschen perlen, der Geruch ist leicht malzig, leicht. Und auch ein wenig Hopfen ist schon mit dabei in der Nase. Der Antrank ist erst einmal die Bestätigung des Geruches, ein mildes leichtes Malz. Sogar leicht süßlich wirkt es. Und auch der sehr milde Hopfen ist schon von Anfang an dabei. Die Kohlensäure perlt immer noch mit ganz kleinen Bläschen, zur Stabilität des Schaumes tragen die aber nicht mehr bei, jetzt ist die Blume verblüht. Trotzdem macht das Bier für eines im Sommer bei mehr als 30°C getestetes keinen ganz schlechten Eindruck. Frische ist OK, leicht ist es, aber nicht unbedingt ein kräftiges und kerniges Pils. Am Ende stellt sich sogar eine freundliche Süffigkeit ein, das hatte ich auch nicht mehr so in Erinnerung. Da hat man sich in Dresden auf die feinen inneren werte besonnen und das Grobe und Harte aussen vor gelassen.

Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot: ja
Fazit: innere Werte
Bewertung: + + + + [d 09/10]

Feldschlösschen Pilsner Premium, Feldschlösschen AG, Dresden, Sachsen, (www.feldschloesschen.de), alc:4,9%vol, o,5l PET Flasche (Pfandflasche):


Bier in PET. Mit Drehverschluß. Das wird hoffentlich nicht Mode wie die nun fast verbannte Bierdose.
Immerhin ist die Flasche braun. Das Reinheitsgebot schreibt ja leider nur vor, wie und womit das Bier gebraut werden soll, nicht, wie und worin es abgepackt und verkauft wird. Ich wundere mich ja schon seit der Erfindung des Tetra-Packs, warum es eigentlich kein Bier in denselbigen gibt...
Die Feldschlößchen Brauerei hat mit den gleichen Sorgen zu kämpfen wie die ganze Bierbranche, sie bieten dies Flaschen in Tausenden den REWE/TOOM und den Penny - Märkten an, es wird anscheinend auch gern gekauft.
Es sieht aus wie Bier, es riecht wie Bier, es ist Bier. Gutes Bier sogar trotz PET Verpackung. Der Hopfen geht in Ordnung, das Malz wirkt frisch, könnte etwas vordergründiger sein. Trotz der mäßig perlenden Kohlensäure ist der Schaum dann mäßig bis schwach. Im Abgang kommt der Hopfen etwas zu bitter und wirkt kräftig und aufgesetzt. Alles in Allem: gut trinkbar, pilstypisch herb, nicht ganz Weltklasse, aber gut.
Alles, was wir bisher über Supermarkt-Massenware wußten, muß jetzt revidiert werden. Es gibt nicht nur Schlechtes!

Reinheitsgebot: Ja
Fazit: pilstypisch, gut
Bewertung: + + + + (D 11/04)

Feldschlößchen Pils
(4,9%) aus aus der Dose: Gebraut in Dresden und ausgezeichnet für Leistung und Qualität. Schäumt wie die Sau. Angenehmer Geruch, geht etwas schwerschluckig die Kehle runter, ist aber durchaus in Ordnung.

Prädikat: Süffiges Pils aus Dresden. Für den Hausgebrauch brauchbar.
Wertung: + + + (minerl)