Feldschlösschen, Original Lager, 4,8%, seit 1876 aus Rheinfelden
in der Schweiz
Seit längerer Zeit befassen wir uns mit der Frage, was die Schweiz
in Sachen helle Lagerbiere so alles trinkt. Um genauer zu sein; wir
wollten wissen, wie all die Biere mit den jeweiligen klangvollen Markennamen
schmecken, die in Schaffhausen, Basel oder in Lugano erhältlich
sind. Kurz: Was lassen unsere helvetischen Nachbarn so alles durch ihre
Kehlen fließen? Wir beginnen diese Testserie mit dem klassischen
Feldschlösschen Original aus Rheinfelden im Kanton Aargau –
bekanntlich gehört Feldschlösschen dem dänischen Brauerei-Giganten
Carlsberg. --- Beim Öffnen der Flasche treten Hefearomen hervor.
Der Schaum baut sich zu einem extrem feinporigen und hochweißen
Gerüst auf. Wie das Matterhorn steht der Schaum im Glase. Das Bier
riecht dezent und fein nach Hefe und Zucker sowie flüchtig nach
Süßmost. Die Farbe ist ein glasklares helles Gelb. Im Mund
ist das Bier geschmacksneutral und trocken. Irgendwo auf der Gaumenhöhe
machen sich flüchtige und nicht weiter definierbare bierartige
Noten bemerkbar. Das Bier riecht zwar frisch und bekömmlich und
zweifellos sind gewisse Impressionen von Veilchen nicht abzustreiten.
Dennoch ist seine Grundstruktur bedeutungslos und nichtssagend. Ein
Allerweltsbier. Völlig ausgerichtet auf den breiten Massengeschmack.
Von allem etwas. Und doch nichts. Technisch gesehen ein perfektes Bier.
Von der geschmacklichen Seite betrachtet ist das Bier so außergewöhnlich
wie ein Sandkorn in der Saharawüste. Ich weiß gar nicht mehr
wie fortfahren mit diesem Test. Bin zwar fast am zweitletzten Schluck
angelangt. Hab in der Zwischenzeit den Magen ein paar Mal tüchtig
gelüftet, und trotzdem habe ich die Seele dieses Bieres nicht erkannt.
Sicher, der Schaum steht immer noch munter auf dem Rheinfelder Gerstensaft.
Aber irgendwelche Geschmackshighlights haben sich bislang nicht kundgetan.
So, der letzte Schluck ist die Kanne runter geflossen.
Fazit: Allerweltsbier
Wertung: + - [i 03/08]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
Ja
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter:
www.feldschloesschen.ch
Die getesteten Biere im Überblick:
Feldschlösschen, Original Lager hell, Rheinfelden/KantonAargau
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Falken, Lagerbier hell, Schaffhausen/Kanton Schaffhausen
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Müller, Lager Hell, Baden/Kanton Aargau
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Eichhof, Lager Hell, Luzern/Kanton Luzern
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Rugenbräu, Lager hell, Interlaken/Kanton Bern
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Calanda, Lager hell, Chur/Kanton Graubünden
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Adler, Lager hell, Schwanden/Kanton Glarus
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Denner, Lager hell, Hochdorf/Kanton Luzern
-folgt-
Appenzellerbier, Lager hell, Appenzell/Kanton Appenzell
-folgt-
Sonnenbräu, Lager hell, Rebstein/Kanton St. Gallen
-folgt-
Egger, Lager hell, Worb/Kanton Bern
-folgt-
Schützengarten, Lager hell, St. Gallen/Kanton St. Gallen
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PS: Wir bedanken uns nochmals bestens bei Herrn
Hofmann, Geschäftsführer des Rio-Getränkemarktes in
Wetzikon, der uns für diese Testserie mit seinem Wissen, mit
seinen Ratschlägen und last but not least mit seiner beeindruckenden
Biervielfalt im Angebot tatkräftig unterstützt und inspiriert
hat.