Fiege Bläck-Max Schwarzbier (4,9%) seit 1878 aus Bochum in NRW: Trocken-herber Geruch mit Malzanteil. Die Farbe ähnelt in seiner Dunkelheit einem Guinness. Der Schaum ist hellbeige und feinporig. Zuerst fällt auf, das die Kohlensäure etwas schwach ist. Die könnte etwas mehr Fahrt gebrauchen, da sie das Bier leicht lau wirken läßt. Der Geschmack ist trocken-malzig und geht eher in die herbe Richtung. Das Malz wirkt knackig und im Nachgeschmack fühlt man etwas recht trockenes mit Spuren von Erdigem. Insgesamt wirkt dieses Schwarze aber etwas zu eintönig. Das Aroma bewegt sich vom Antrank bis zum Abgang auf ziemlich dem gleichen Niveau, bietet kaum Überraschendes oder Abwechslung. Zwar wirkt es in sich ruhig und ausgeglichen, aber eben auch etwas langweilig. „Das coole Schwarzbier. Bläck Mäx ist anders, schmeckt anders und sieht anders aus. Dennoch steckt auch in diesem collen, schwarzen Bier „Moritz Fiege Braukunst“ auf höchstem Niveau. Beste Rohstoffe und unsere ganze handwerkliche Sorgfalt machen es zu einem unvergleichbaren Geschmackserlebnis.“ Über die Aufmachung könnte man streiten. Die strahlt nicht Traditionelles aus. Scheint eher auf ganz junges Publikum gemünzt und geht wohl eher in Richtung Modebier. Keinesfalls kann es mit dem Pils aus gleichem Stall mithalten. Hinzu kommt auch noch ein etwas metallischer Beigeschmack, der wohl vom Kronkorken stammt. Alles in allem ein Bier, das sich auf gutem Durchschnitt bewegt. Die Dynamik des fauchenden Panthers im Label hat es nicht. Ein schnurrender Hauskater wäre da näher.
Fazit: Das coole schwarze Bier
Wertung: + + + - (t 06/03)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Zutaten: Brauwasser, Malz, Hopfen
Im Internet unter: www.moritzfiege.de
PS: Vielen Dank an Uli P. und Ernst-Peter O., die uns über verschlungene Wege einen ganzen Kasten aus dem Fiege-Sortiment organisiert haben.