Flying Dog In-Heat Wheat Hefe Weizen Ale (4,7 %) 0,33-Liter-Flasche seit ? aus Denver in den USA:

Extrem bananiger Geruch. Dazu gelungen viel Hefe. Dicht und weich, sanft und kräftig. Später kommen ein spelziger Weizenton sowie etwas Hopfenbitteres hinzu. Ein Hauch Honig sitzt im Malz. Dominant sind generell die herberen Aromen. Banane und Honig runden aber gut ab. Die Hefe pendelt kernig dazwischen. Der Duft wirkt in jedem Fall natürlich, nicht aufgesetzt, authentisch und intensiv-reif.
Sehr süßer Antrank. Eine fast extreme Karamellwand baut sich auf. Diese wirkt weder natürlich noch geschmeidig. Aufdringlich könnte es treffen. Das wirkt sehr künstlich und unausgewogen. Überhaupt nicht passend zum Geruch. Zuckrig im Quadrat ist das. Kaum erfrischend. Da kann sich die Hefe noch so sehr ins Glas mühen. Das Ergebnis ist nicht gut. Zwar finden sich ein paar markige Weizenaromen, ist das Wasser fein und die Kohlensäure mehr als akzeptabel, finden sich versteckte, verschämte Hopfenimpressionen, die sich redlich anstrengen, gegen dieses Süßebastion aber nicht ankommen. Ich verstehe nicht, was da schief gelaufen ist – oder was das soll. Die Flying Dog Brewery ist generell bekannt für schräge und innovative wie auch sehr gute Biere. Das hier schert aber unkontrolliert aus und nagt am guten Ruf. Etwas Honig hier, eine Spur Vanille da, etwas Parfümartig-Blumiges noch und die knatschige Banane. Alles aber viel zu opulent und süß. Künstlich. Aufgesetzt. Schade. - - - Hups. Eben sehe ich, dass dieses Bier knapp 4 Wochen abgelaufen ist. Vielleicht stand es ja während des heißen Sommers irgendwo ungünstig. Auf jeden Fall würde es diese Häufung von Fehlaromen erklären. Also buchen wir das mal als Wertung „nicht möglich“ = n.m. ab.

Fazit: Knatschige Banane
Wertung: n.m. [t 07/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter: www.flyingdogales.com