Flying Dog Tire Bite Golden Ale (5,0 %) 0,355er-Flasche seit ? aus Denver
in den USA:
Magere Schaumentwicklung. Ziemlich niedriges Niveau. Das Gelb ist kräftig,
honiggolden, klar. Der Geruch ist citrusfruchtig mit einer kräftigen
Spur Grapefruit. Das Malz ist gut in der Balance, hat eine feine Süße,
bildet eine gute Basis.
Markantes Malz. Eine herbe Süße kennzeichnet ihn. Treberhafte
Gerste, frisch und spielfreudig. Eine leicht harzige Honignote versüßt
das Ganze. Der Hopfen steuert Citrusnuancen hinzu, vor allem Grapefruit
und Limone gefallen. Harzige Eindrücke fließen mit ein, Nussiges
ist nicht fern. Das Wasser ist weich. Die Kohlensäure schmeichelt.
Der Süffigkeitsfaktor ist hoch. Das Bier fließt gut und leicht
ab, bietet aber ein intensives und nachhaltiges Aroma. Man spürt,
dass die Jungs bei Flying Dog besondere Biere brauen wollen. Nichts
für den Massenmarkt, der anspruchsvolle Genießer ist Zielgruppe.
Das gelingt nicht immer, aber sehr oft. So auch hier. Ein geschmeidiges,
seidig abfließendes Gebräu. Hopfen und Malz ergänzen
sich hervorragend, haben aber auch sehr viel Selbstbewusstsein, stehen
ihren Mann, strahlen Stolz aus. Die Zutaten haben viel Qualität
und Stil, großen Ausdruck, Engagement. Dummerweise ist dieses
Bier bereits 5 Wochen abgelaufen. Man spürt das nicht direkt. Aber
die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Trank frisch nochmals eine Klasse
besser schmecken könnte ist groß, und verleitet mich, lediglich
eine gute 4,5 zu geben und zu hoffen, irgendwann noch mal dieses grundsätzlich
köstliche Ale frisch genießen zu dürfen.
Fazit: e
Wertung: + + + + -* [t
07/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen