Frankenland Premium Pils (4,9 %) 0,5-Liter-Flasche, seit ? aus ? in
Bayern:
„Schloss Schwarzenberg“ steht groß auf dem Label.
Drüber eine beeindruckende Burg- bzw. Schlossanlage nebst dezentem
Hinweis auf die Frankenland Getränke GmbH, 91443 Scheinfeld. Mehr
ist über die Herkunft nicht zu entlocken. Nun. Das muss nicht zwangsläufig
etwas heißen, etwas negatives. Es gab schon genügend Beispiele,
wo No-Name-Biere mehr las überzeugt haben. Das nur am Rande. Der
Schaum macht schon einmal eine gute Figur. Feine, cremige Poren. Beachtliches
Volumen. Erhabener Stand. Ein klarer, trockener, leicht holziger Hopfenduft
enttäuscht keinesfalls.
Weiches Wasser. Dezente, angenehm Kohlensäure. Recht wohlig und
weich im Grundcharakter. Keine Eckend und Kanten, die störten.
Der Hopfen gibt die Richtung vor, ohne dabei wirklich Akzente zu setzen.
Unauffällig eher, dezent, nicht übermäßig phantasievoll
oder innovativ. Guter Durchschnitt. Aber das kann manchmal genau das
Richtige sein. Eine leicht grasige, mit verschämt-dezent-blumigen
Momenten angereicherte Nuance sorgt für etwas Schwung. Ansonsten
wirkt der Geschmack eher trocken und etwas unnahbar, ohne wirkliche
Schwächen zu zeigen. Etwas eindimensional vielleicht, auf keinen
Fall übermäßig forschend, eher bodenständig und
leicht konservativ. Dafür kaum erwähnenswerte Schwächen.
Ordentlicher Hopfen, durchaus sattes Malz. Die Rahmenbedingungen gut.
Und schon hat man ein Bier, von dem keiner weiß, woher es kommt,
aber das gar nicht mal schlecht schmeckt. Schnörkellost. Vielleicht
etwas humorlos. Dafür solide und herrlich vorhersehbar und dabei
bodenständig. Das braucht man manchmal
Fazit: No-Name-Fränkisch
Wertung: + + + -* [12/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Thomas K. für dieses Vorweihnachtliche
Biergeschenk.