![]() |
| Freiberger Premium Pils (4,9 %) seit 1850 aus Freiberg
in Sachsen: Aufwendig gestaltete Flasche mit goldenem Hals und klassisch-goldenem mit mittelalterlichem Emblem verziertem Etikett. Schöne, feste, edle Schaumkrone von gutem Stand und größtem Volumen. Die Poren sind fein, nach innen cremiger. Tolles Bild. Das gefällt jedem Pilsbierliebhaber äußerst. Der Geruch ist dezent und eher mild, im Hopfen etwas spitz und grundsätzlich leicht citrusfruchtig. Auf jeden Fall nicht aufdringlich. Das Gelb ist rein, mittel und von bedächtig nach oben steigenden aber nicht leblosen Kohlensäureblässchen durchwirkt. Im Antrank präsentiert sich ein deutlich lebhafterer Hopfen. Blumige Einflüsse sind ebenso erkennbar wie heuartige Elemente und etwas leicht Parfümartiges. Aber auch Auszüge aus Zitrone und Limone. Sehr abwechslungsreicher Geschmack mit vielen Wendungen und Facetten. Das ist auf keinen Fall ein langweiliges bzw. klassisches ausgelegtes Pils. Hier steckt Leben drin! Leider auch in der Kohlensäure und dort etwas zu viel. Das Wasser ist ansprechend, in Kombination mit der Kohlensäure entsteht aber nicht viel Milde und Weichheit. Bekömmlich ist dieses Pils sicher nicht. Dafür sehr spritzig und lebendig. Allerdings ist das Aroma in seiner fruchtig-blumigen Vielfalt auch etwas ungeordnet. Die wird alles mal angeschnitten aber nichts konsequent zu Ende gebracht. Das Blumige erinnert in seiner leicht Schwülstigen Art phasenweise an den guten alten Saazer Hopfen. Das Fruchtige hat Nuancen der Zitronen und trocknere Einflüsse de säureren Limone. Eine etwas dumpfe Karamellnote des Malzes ist auch recht agil. Im Abgang rückt dann aber wieder Hopfen die internen Verhältnisse wieder gerade. Es wäre sicher ein sehr spannendes Bier, wäre die Kohlensäure nicht so kratzig. Der Geschmack hat wirklich viele Nuancen und wirkt spannend. Sicher nicht ausgefeilt und rund sowie harmonisch in Perfektion. Aber mutig. Und das ist immer zu loben. Der Charakter dieses Premium Pils ist aber zu aktiv, zu agil und lebendig. Somit gehen die durchaus guten Ansätze eher verloren; wirklich entfalten können sie sich nicht. „Herb-frisch, mit ausgewogen feiner Hopfennote ist Freiberger Premium-Pils genau nach dem Geschmack des modernen Bierkenners. Ausgesuchte Zutaten, reines Gebirgswasser und die traditionsreiche Kunst der Freiberger Braumeister lassen es zu einem besonderen Vergnügen werden. Genießen Sie es! Sächsisch, köstlich“ Nicht perfekt auch die Vollmundigkeit, obwohl es für ein Pils recht schwer ist. Der Körper wirkt eher etwas fahrig als kompakt und rund. Dennoch ein Bier mit Aufforderungscharakter, das nie langweilig wirkt. Leider auch nicht so edel, wie das Äußere. Phantasievoll und gut. Aber eben nicht wirklich speziell oder besonders. Fazit: Sächsisch, köstlich. Wertung: + + + +* [t 03/08] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt Im Internet unter: www.freiberger-brauhaus.de |
| Freiberger Spitzen-Pils seit 1850 (4,9%). Edles Erscheinungsbild
der Flasche. Der Hals proper, die Silhouette der altehrwürdigen Stadt
Freiberg (toller Dom!) im Logo und die Schrift adrett. Der Geschmack
ist dafür aber eher durchschnittlich. Recht herb und unausgewogen. Irgendwie
kann man sich nicht so recht anfreunden. Prädikat: Schickes Erscheinungsbild. Durchschnittlicher Geschmack. Wertung: + + + (tom) |