Freibergisch Juliläums Festbier klassich-frisch (5,8 %) 0,5er Flasche, Freiberger Brauhaus seit 1850 aus Freiberg in Sachsen:


Fabelhafter Schaum hoher Güte. Feine Poren, außen etwas grober, innen filigran, gefallen. Der Stand ist hervorragend. Das Volumen überdurchschnittlich. Das Goldgelb ist klar und kräftig. Der Geruch ist malzig, gerstig, leicht spelzig aber nicht unreif, eine Spur blumigen Hopfens kann man erkennen.
Süßer, zuckriger, blumiger Antrank. Das ist im ersten Drittel sehr ausgeprägt. Danach kommt der Hopfen etwas besser in Fahrt und streut vereinzelt Bittertöne mit ein. Das Wasser ist angenehm weich. Die Kohlensäure sehr stilvoll und fein. Die Süffigkeit ist hoch. Der Geschmackskörper verfügt über Volumen und ein kompaktes Erscheinungsbild. Das Malz steht mit seiner erwachsenen, reifen, niemals aufdringlichen, fast schlanken Süße im Mittelpunkt. Der Hopfen streut eine dezente Blumigkeit hinzu. Das wirkt gut zusammen. Die Zutaten haben Griff und Charakter. Eine Bittere Nuance zum Finish hin setzt einen gekonnten Kontrapunkt. Gute Würze. Dichter Körper. Guter Genuss.
„Seit der Gründung des Feiberge Brauhauses im Jahre 1850 krönen wir besonderer Feste mit einem außergewöhnlichen Bier. Anlässlich unseres 150. Geburtstages brauten wir dieses wunderbare Jubiläums-Festbier – in traditioneller Art, uns allen zur Freude und Ihnen zum besonderen Wohle. Genießen Sie ein Spitzenbier Freibergischer Braukunst.“
Da wird nicht übertrieben. Ein sehr gelungenes Bier mit reichem Aroma, anspruchsvoller, einem vielleicht für Liebhaberer herberer Gebräue etwas zu süßes Malz, aber das ist streitbar. Auf jeden Fall hat das Angebot Charakter, eine hohe Vollmundigkeit und viel zu bieten. Nur im Finish ist ein leicht unrunder, nicht ganz so harmonischer Hauch, der die 5,5 am Ende verhindert. Alles andere aber vorzüglich und mehr als lobenswert. So muss ein Festbier schmecken!

Fazit: So muss Festbier schmecken
Wertung: + + + + +* [t 04/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser; Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Freibergisch Jubiläums-Festbier, Freiberger Brauhaus AG,09584 Freiberg, Sachsen, 5,8% vol, 0,5l Bügelverschluß-Mehrwegflasche

Anlässlich des 150jährigen Bestehens der Freiberger Brauerei (das war 2000) wurde dieses Bier erstmals gebraut. Jetzt gibt es dieses ab un an, besonders vor größeren festen wie Weihnachten, Pfingsten etc. Stark ist es, ein starkes "Export" mit fast 6%. Na denn, Freibergisch Prost! Im Glas ist es gerstenhell und sonnenklar, der Schaum entwickelt sich gut und feine Kohlensäurebläschen perlen im Gläschen. Das reimt sich - naja. Der Geruch ist ein wenig Stroh, etwas malz-fruchtig, aber Hopfen detektiert mein Riechorgan nicht.
Der Antrank bring süßes Malz und einige CO2-Bläschen auf die Zunge sowie den vorab nicht entdeckten sehr feinen Hopfen. Gut ist es. Und dann das Malz. Das ist sehr gut. Es ist eines der Sorten, die den Münchner Oktoberfestbieren ihren unverwechselbaren Geschmack geban. Süffig-süß und fruchtig-herb vom Getreide. Die Süße ist der Magnet, der das Glas fast von allein wieder an die Lippen bringt! Fein-aromatisch und trotzdem süffig. Das is gut ausgedacht und gut ausgeführt. Nicht für jeden Tag, aber für einige Feste ist es wohl gut. Bis zum Schluß hält es diese Qualität, bleibt süffig, aromatisch und gut.

Reinheitsgebot : ja
Fazit: süffig-würzig-gut
Bewertung: + + + + + [d 12/07]