Freudenberger Dunkel (5,5%) Privat-Brauerei Alwin Märkl seit 1466
aus Freudenberg in Bayern:
Schaumbildung: vorbildlich. Sehr gelungen. Die Farbe: Kastanienbraun,
matt-glänzend. Der Geruch: trocken-röstmalzig mit etwas frischem
Treber.
Der Geschmack ist aufgrund der etwas zu feudalen Kohlensäure zunächst
etwas in die Ecke gedrängt, pult dann aber eine röstmalzige
Malzigkeit hervor, die von einer etwas schwammigen Süße begleitet
wird. Das Aroma ist trotz aller tannigen Röstigkeit gutmütig
und mild, lässt aber etwas Raffinesse vermissen. Es fühlt
sich etwas zu normal an, gut, aber normal. Fast wirkt es in seiner Bekömmlichkeit
und Reinheit langweilig. Letztendlich sicher kein schlechtes Bier, aber
die Kohlensäure, die nur so um sich schnappt, die vergällt
einem den Genuss schon ein bisschen. Das wirkt zu grob und hart. Daneben
verblasst der Rest beinahe. Der Aufruf zum nächsten Schluck wirkt
etwas gezwungen, was nie ein gutes Zeichen ist. Komisch, dass bei solch
weichem Wasser doch diese Härte entstehen kann. Viel zu sprudelig
und mundvöllend, auf eine dünne Art und Weise. Aber missverstehen
wir uns nicht. Dieses Dunkle hat durchaus auch seine Stärken. Die
liegen in dem sanften und milden Aroma, das vor allem eine trockene
Röstmalzigkeit vorzuweisen hat. Richtig gut eingeschenkt vom Fass
wäre das sicher ein Gewinn. So bleibt eine gewisse Reserviertheit
aus den oben genannten Gründen. Scheint fasst, als hätte hier
der Braumeister nicht seinen besten Tag gehabt, denn alle anderen bisher
getesteten Biere waren klar besser.
Fazit: Die Freude nimmt ab
Wertung: + + + -* [t 10/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen