Fürstenberg Festbier (5,3 %) Braurecht seit 1283 (!!) aus Donaueschingen in Baden-Württemberg:


Edle Aufmachung. Man könnte auch sagen: festlich. Formidabler Schaum. Monumentaler Aufbau. Der Stand ist zwar nicht perfekt, was Wunder, bei diese Haube, aber unterm Strich ist das mehr als befriedigend. Die Farbe hat einen sehr warmen bernsteinernen Ton. Sanftes Leuchten.
Was ist denn das?! Sehr dünner Antrank. Holperig und wässrig, dünn und kantig. Das Malz ist zwar eindeutig Herr im Haus, aber das ist auch keine Kunst, denn der Rest der Geschichte ist echt dünn. Kaum Entfaltung. Wenig Dynamik, kaum Wärme. Der Begriff FESTBIER wirkt etwas weit hergeholt, ehrlich gesagt, denn ein Fest ist etwas GROSSES, etwas seltenes und ergreifendes. Aber davon kann hier nicht so ganz die Rede sein. Ziemlich platt und unbeweglich. Weder besonders auf Massengeschmack ausgerichtet noch raffiniert. Eher langweilig. Obwohl das Wasser eigentlich gar nicht mal übel ist. Das Aroma hingegen ... schon etwa quälend. Da kommt wenig Freude. Zu zäh, fast schlammig. Das Malz hat einen leichten röstmalzigen Hauch, kann aber nicht überzeugen. Vor allem fällt es ab der Mitte total in sich zusammen. Der Abgang wird dann durch etwas wachsiges, marmorartiges, viel zu künstliches malträtiert. Sicher kein Bier, mit dem man sein Fest verleben sollte ohne Alternativen zu haben. Das zeugt nicht von viel Liebe und Hingabe. Das wirkt eher viel zu kurz angebunden und hektisch und man stellt sich die Frage, weshalb die Fürtenbergische Brauerei überhaupt dieses Fest aus dem Boden gestampft hat. Warm ums Herz wird es einem dabei sicher nicht.

Fazit: Alternativen?!
Wertung: + +* [t 01/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen, Hopfenextrakt
Im Internet unter: www.fuerstenberg.de
PS: Vielen Dank an Alexander N. aus Obertshausen für die Spende dieses Festbieres.