Gaildorfer Spezial-Dunkel (5,3 %) 0,5-Liter-Bügelverschluss-Flasche, Brauerei Häberlen seit 1875 aus Gaildorf in Baden-Württemberg:


Monumentaler Schaum. Enorme Haube. Feinste Poren. Hellbeige Farbe. Perfekter Stand. Das kann direkt ins Fernsehen. Die Farbe ist ein haselnussbraunes, rötliches Glimmen. Der Geruch ist klar, leicht röstig, malzig, gedämpft. Wirklich intensiv oder aussagekräftig ist das allerdings nicht. Dafür unbelastet und frei.
Säuerlich-röstig-malziger, etwas unruhiger Antrank. Dazu ist die Kohlensäure sehr bizzelig. Das hat nicht unbedingt viel Ruhe oder Charme. Der Geschmack ist für 5,3 Umdrehungen etwas enttäuschend in Sachen Vollmundigkeit. Dazu kommt ein leicht oxidierter Hauch. Auch die Zutaten bzw. deren Zusammenspiel ist nicht voll in Schuss. Ein eher enttäuschendes Bier, schaut man sich die nostalgisch geformte Flasche, den traditionellen Bügelverschluss und das historisch gestaltete Label anschaut, erwartet man wesentlich mehr. Schade. Der Geschmack wirkt nicht voll ausgereift. Das Bizzelige der Kohlensäure sorgt nicht für viel Bekömmlichkeit. Die Säuerlichkeit stört. Zu spritzig. Zu säuerlich. Das Malz zu dünn. Der Hopfen ein laues Lüftchen. Immerhin wirkt dieses Bier handgemacht. Vielleicht habe ich ja einfach nur eine nicht ganz so gelungene Charge erwischt.

Fazit: Immerhin handgemacht
Wertung: + + + [t 04/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Quellwasser, Gerstenmalz und Hopfen