![]() |
| Garley Jubiläums Pilsner (4,9 %) seit 1314 aus
Gardelegen in Sachsen-Anhalt: Erstaunlich malziger Geruch mit nur schwachen hopfenbitteren Elementen. Der Schaum kann sich absolut sehen lassen. Die Farbe ziemlich hell in seinem Gelb. Milder Antrank. Der Hopfen gehört eher zur milden Sorte. Das Malz ist satt und voll. Leider begleitet den Geschmack zum einen etwas unangenehm metallisches, zum anderen hat man den Eindruck Spuren von Chlor zu vernehmen, was recht seltsam anmutet und verwirrt. Und natürlich nicht gerade klassische und biertypisch ist. Diese Nuancen lenken natürlich ab und machen eine Klassifizierung schwer. Man hat zwar zu jeder Zeit den Eindruck ein gutes und hochwertiges Bier zu trinken. Aber dieser Beigeschmack... Einerseits dieses feine und milde. Andererseits hat es etwas unterschwellig sprödes. Paßt nicht perfekt zusammen. Zwiespältig. Dabei wirkt dieses mild-herbe, malzig-bittere durchaus angenehm und süffig. Das Wasser ist OK, die Kohlensäure gut in Form. Die Voraussetzungen sind also gut. Ein Jammer, dass sich das Garley durch diese Ungemach trüben läßt. Er verflüchtigt sich zwar nach der Hälfte des Bieres, vielleicht hat man sich auch nur daran gewöhnt, trotzdem bleibt der Eindruck haften. Vor allem der Abgang leidet darunter. Wirkt teilweise zu hart und künstlich. Schade. Denn im Innern, da bin ich mir sicher, schlummert ein richtig gutes Pils. Fazit: Zwiespältiges Bier Wertung: + + + + (t 11/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt Im Internet unter www.garley.de PS: Vielen Dank an die Mitarbeiter und Verantwortlichen der Brauerei Garley, die uns mit einem üppigen Bierpaket bei der Bewältigung unseres hoffentlich noch lange währenden Weges hin zur vollständigen Kartographie der deutschen wie internationalen Bierkultur unterstützt haben. |