Georgbräu Pils seit 1992 aus Berlin:
Berlin verfügt über eine ganze Reihe Hausbrauereien. Die vielleicht
am idyllischsten gelegene ist die Georgbräu im teilhistorischen
Nikolaiviertel direkt an der Spree gelegen. Allerdings muss man sich
auch auf gewisse Touristenströme und auf ein nicht ganz so originelles
Bedienungsniveau einstellen wie in den kleinen, urigen, abgelegenen.
Der Schaum ist sehr cremig. Deutlich hopfiger Duft mit Spuren von süßem
Malz und etwas Honig sowie Harzspuren. Der Hopfen ist sehr markant und
gefällt durch ein sehr ätherisches, öliges Bild. Frisch
und markant umspült er den Gaumen. Das Malz tritt komplett zurück.
Ein kurzes Schwächeln in der Mitte wird durch ein engagiertes Finish
wettgemacht. Das Wasser ist gut. Die Kohlensäure eine Spur zu dezent.
Die Rezenz ist schwach ausgeprägt. Nicht sehr lebendig. Dafür
steht der Hopfen wie aus dem Ei gepellt da. Beachtliches Spektrum, hoher
Wirkungsgrad. Daneben noch eine Spur Harz und Vanille. Ausgewogen und
mild bei sehr eigenen und anregendem Geschmack. Die Vollmundigkeit ist
durchschnittlich. Aber das stört bei diesem enorm strammen Hopfen
nicht. Der hat wirklich Klasse und überzeugt in seiner trockenen,
ätherischen, öligen Ausrichtung allemal. Sehr hopfenbetont.
Nur schade, dass die Vollmundigkeit nicht sonderlich ausgeprägt
ist Eine 5 kann man aber geben.
Fazit: 3 Biere für 2
Wertung: + + + + + [t
+ e 05/08]
Im Internet unter:
www.georgbraeu.de