George Gale HSB Rich Ruby English Ale (4,8 %) 0,5-Liter-Flasche,
seit 1847 aus London in England:
Also irgendwie haben die was mit Fullers zu tun, siehe Website, aber
alles andere versucht auf Eigenständigkeit zu machen. Der Schaum
ist sehr gut, fast perfekt. Hellbeige. Sehr fein portioniert. Cremig.
Steif. Volles Volumen. Klasse Stand. Also. Bis hierhin schon mal alles
im Lot. Das Braun hat eine bronzene Nuance, was sehr edel aussieht.
Der Geruch hingegen ist etwas hart und sauer, nicht ganz rund. Das Malz
hat einen fruchtig-harzigen Aspekt. Der Hopfen hat etwas Citrus-Ingwerartiges,
ohne dabei zu glänzen.
Ein überraschend intensiver Karamellimpuls macht den Anfang. Recht
ruppig. Nicht wirklich natürlich und befreit. Eher etwas aufdringlich
und künstlich. Mittig ist plötzlich ein Loch, im Finish dann
wieder das Karamell, zu trocken und uninspiriert. Der Hopfen macht seine
Sache nicht viel besser. Trocken isser. Herb isser. Aber ohne Ausstrahlung.
Ein recht langweiliges, vorhersehbares Bier, das mit seinem kantigen,
harten und unnatürlichen Charakter sowie dieser uninspirierten
Art kaum punkten kann. Ein saurer Ton mittig fügt sich schwach
ins Bild. Wasser und Kohlensäure wirken routiniert, ohne voll zu
überzeugen. Das Aroma ist wenig schwungvoll, zeigt keine Dynamik,
wenig Engagement. Langweilig ist noch das kleinste Übel, das man
diesem Londoner Bier zusprechen muss. Das hat schon fast etwas Vorsätzliches.
Karamell ohne Wert. Malz ohne Etikette. Hopfen ohne Fokus. Die Zutaten
spielen auch nicht gut zusammen. Und der Tipp auf dem Label, das Bier
möglichst kalt zu trinken, sorgt für Kopfzerbrechen. Denn,
je kälter das Bier, umso weniger kann sich das Aroma entfalten.
Etwas Holziges passt nur schwer zu der künstlich-belegten Karamellsüße.
Nein. Das ist keine Referenz. Das ist eher ohne.
Fazit: Ohne
Wertung: + + [t 01/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
k.A.
Inhaltsstoffe: k.A.
Im Internet unter:
www.fullers.co.uk