Glaabsbräu Export, Privatbrauerei Glaab, Seligenstadt, Hessen, Frischer Genuss seit 1744, 0,5l Bügelverschlussflasche, 5,1%vol
Seligenstadt, das ist fast noch Bayern, wie Karlstein, Alzenau und andere Nachbarorte. Seligenstadt ist Hessen. Ein Export-Bier aus Hessen habe ich mir heute ausgesucht. Das trumpft mit einem Parade-Schaum im Glas! Ein milder Malzduft und eine Spur aromatischer Hopfen kommt da gleich mit. Im Glas macht es goldgelb und klar ein gutes Bild. Das ist etwas Gutes schon für's Auge.
Das Malz kommt im Antrank fast schon Pils-typisch daher, dafür ist der Hopfen nur kurz zu spüren. Eine gute Portion mehr davon hätte diesem Export auch nicht schlecht zu Gesicht gestanden. Der Abgang erinnert sehr stark an ein Böhmisches Lagerbier á la Budweis, aber dann drängelt sich das Malz wieder in den Vordergrund.
Das Bier ist zweifelsfrei ein gutes, nur weiss man nicht so recht, ob man in der Pils-Fraktion angekommen ist oder ob dies doch noch Export heisst. Es tendiert eher zu einem schwach gehopften Pils. Da bleiben Fragezeichen...
Fazit: Fragezeichen
Bewertung: + + + - [d 03/08]
Glaabsbräu Export (5,2 %) Privatbrauerei Glaab seit 1744 aus Seligenstadt in Hessen:
Der Schaum beeindruckt. Toller Stand. Mittelfeine Poren. Schönes Volumen. Nett. Die Farbe ist exporttypisch kräftig. Der Geruch widerspiegelt klar das Export, ist sehr süß, hat ein bisschen frisches Brot mit drin sowie Karamell.
Boff. Sicher kein Bier, dass zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Ist es zu Beginn eigentlich recht vollmundig, dicht und schwungvoll, so dringt schon nach kurzer Zeit eine etwas düstere, kantige, harte Note durch. Der Nachgeschmack zehrt am Trinker, wirkt alles andere als mild oder ausgewogen. Überhaupt hat dieses Bier ein Gefälle. Der Anfang ist klar der bessere Teil. Zum Abgang hin wird die Sache unausgewogener. Trotzdem hat dieses Bier einen interessanten Part. Das Malz wirkt zwar spelzig und harsch, dennoch hat es etwas Uriges. Der Hopfen hat eine etwas ausgedünnte Performance, hat dafür aber einen blumigen Ton, der an raffinierten Saazer Hopfen denken lässt. In Ansätzen also ein Bier mit Potential. Leider ist es in der Umsetzung nicht gelungen, diese perfekt miteinander zu verzahnen. Eigentlich überwiegt das Negative. Leider. Denn man hat eigentlich das Gefühl, hier wäre mehr drin gewesen. Unterm Strich aber vor allem zu unreif, spelzig, grobgerstig und ungeduldig. Und der Abgang hat nicht das, was er haben müsste, könnte von Großen einiges lernen.
„Die persönliche Note unserer Privatbrauerei, die Braukunst vieler Jahrhunderte, die ausgewählten Rohstoffe und die lange kalte Reifung im Braukeller führen zum unverwechselbaren Geschmackserlebnis.“
Fazit: Bier mit Gefälle
Wertung: + + + [t 05/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen
Im Internet unter: www.glaabsbraeu.de
Glaabsbräu Export (5,2 %) seit 1744 aus Seligenstadt in Hessen:
Recht süßer Duft, ziemlich malzig. Straffer Schaum. Klare Farbe. Dazu Bügelverschluss. Gutes Bild.
Eher scharfer Antrank. Das Malz hat Kraft, wirkt aber etwas zu ungestüm und unkontrolliert. Der Hopfen agiert etwas hölzern und erscheint nicht vollkommen reif. Vor allem vermisst man das süße, gemütliche und ruhige beim Malz. So birgt das Aroma auch die eine oder andere Geschmacksklippe, die sich nur schlecht umtrinken lässt.
Es reißt wirklich zu Begeisterungsstürmen hin. Bowohl die Flasche mit einem Bügelverschluss und einer fachwerkgeprägten Stadtansicht aufwartet, ist der Inhalt leider sehr kantig und unrund, vor allem hart. Wasser wie Kohlensäure sind nicht auf Topniveau. Nein. Zu eckig und ungelenk. Zu wenig Dynamik und Wärme. Der Geschmack wirkt steif und unterkühlt. Da gibt es doch einige Exportbiere, die eine ganze Schippe mehr Ausdruck, Milde, Tiefe und Vielfalt auf die Waage bringen. Gerade noch eine 3
Fazit: Außen Bügel, innen Kante
Wertung: + + + (12.04)
Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot: Ja
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfenextrakt, Hopfen
Im Internet unter: www.glaabsbräu.de
Glaabs Export: Getrunken im gleichen Biergarten wie das Pils. Leider ist dieses Bier nicht so geschickt gezapft wie das andere. Nicht viel Kohlensäure drin, somit etwas taub. Auch findet man einen leicht metallischen Geschmack, der von der Zapfanlage herrührt. Vielleicht war die heute noch nicht in Betrieb gewesen. Dafür sehr vollmundig im Aroma und würzig. Verkörpert den typischen Exportgeschmack. Kernig, kräftig, aromatisch. Glaabs braut übrigens seit 1744 in Seligenstadt.
Fazit: Noch ein wenig das Zapfen üben.
Wertung: + + + + (06/01)