Glaabsbräu Hefeweizen Hell (5,0 %) seit 1744 aus Seligenstadt
in Hessen:
Schöne Bügelverschlussflasche. Aufwendig und schmuck. Der
Einschank geht sehr entspannt und langsam vor sich. Vor allem die Hefe,
die in Zeitlupentempo das leuchtende Dunkelgelb eintrübt, ist eine
Augenweide. Der Schaum ist zwar feinporig und cremig, das Volumen könnte
aber etwas ausgeprägter sein. Der Geruch ist sehr hefig und etwas
zu säuerlich.
Der Antrank ist erfreulicherweise aber deutlich milder und bekömmlicher.
Fast schon entspannt rollt er an und verbreitet ein weites Malzspektrum,
die Hefe wirkt sehr aktiv und präsent und viel sanfter als im Geruch.
Das Wasser macht sich gut. Die Kohlensäure verhält sich zurückhaltend,
ohne lau oder leblos zu wirken. Überhaupt ist die Abstimmung gut
gelungen und im Vergleich zum Geruch, hier war die Vorfreude nicht sonderlich
groß, deutlich ausgewogener. Ein Bier, das eine leichte Süße
aufweist, vom Malz und der Hefe lebt, eine mehr als ordentliche Süffigkeit
bietet, die Zutaten harmonisch vereint sowie frisch und spritzig wirkt.
Zwar ist der Geschmack sicher nicht übermäßig innovativ.
Dafür wartet das Glaabsbräu mit einer sehr soliden Leistung
auf. Und die störenden Faktoren sind auf ein absolutes Minimum
reduziert. Ausgenommen der Geruch, der etwas im Kontrast steht. Aber
ansonsten ein feines Bier. Schmackhaft. Würzig. Gut trinkbar. Vollmundig.
Malzig. Starke Hefe. Gut Kombiniert. Hinzu kommen auch noch Randaromen
wie Nelke, fruchitge Komponenten in Form Citrus und ein bisschen Zimt.
Nicht ungelungen. Auf keinen Fall. Knapp an der 5 vorbei.
„Die persönliche Note unserer Privatbrauerei, die Braukunst
vieler Jahrhunderte, die ausgewählten Rohstoffe und die lange kalte
Reifung im Braukeller führen zum unverwechselbaren Geschmackserlebnis.“
Fazit: Persönliche Note
Wertung: + + + + -* (t
09/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter:
http://www.glaabsbraeu.de/
PS: Vielen Dank an Alexander N. für die Bierspende!