Gluck Pils Best of De Luxe Bier (5,0 %) 0,33-Liter-Dose gebraut
von BLOC seit ? aus Grott-Bjigaarden in Belgien:
Ein weiteres Supermarktbier. Witzig hier: das deutsche GLÜCK
sollte wohl in die Namensgebung eingeflochten. Geht aber nicht, da
den Belgiern die Ü-Strichelchen fehlen. Aber macht nichts. So
lange es dem Bier nicht an Anderem fehlt …
Ein süßlich-seifiger Geruch dringt in die Nase. Blumig
bis parfümartig und eher aufgesetzt als natürlich. Parallel
entwickelt sich einer unterkühlte Hopfennote, die recht hart
und kantig auftritt, wenig Wärme oder Geschmeidigkeit in sicht
trägt. Hm. Bis hier nicht so richtig der Bringer. Der Schaum
hingegen ist gut, perlt fein auf, steht gut und ist groß. Die
Farbe ist ein mittleres Hellgelb.
Nein. Auch hier, ähnlich wie beim Cristal aus Alken, tun sich
Abgründe auf. Nicht ganz so bodenlos wie das andere, hat man
aber auch hier größte Probleme, den Schluck zu Ende zu
führen. Einzig eine leicht holzige, trockene Bitterkeit sorgt
für etwas Anspruch. Alles andere ist derb, nicht gelungen, aufdringlich
und künstlich. Keine Harmonie, kein Zusammenspiel. Die Zutaten
sind störrisch, bocken rum. Das ist kein Fluss, kein Strang,
an dem gezogen wird. Das ist hartes Brot. Ich kann es nicht ganz nachvollziehen.
Zum einen verfügen die Belgier über ein mächtiges Bierwissen.
Zum anderen kann es doch gar keine Menschen geben, die solch ein Zeug
gerne trinken. Preisbewusstsein hin oder her. Ein paar Cent mehr ausgegeben,
und das Niveau steigt immens. Duraus sind ein paar Momente vorhanden,
die nicht komplett ins Desaster führen. Aber das ist viel zu
spärlich. Von Anfang versagt dieses Bier in fast allen Disziplinen.
Viel zu pappig in der Malzsüße. Der Hopfen haltlos, künstlich,
fern. Das Zusammenspiel der beiden C-Movie-Statisten ist zudem noch
unterirdisch. Da kann man gleich auf komplett alkoholfrei umstellen,
am besten Wasser, denn das hat wenigsten noch Milde und Stil. Hier,
beim Gluck-Pils, ist es einfach nur schlecht. Aber immerhin kann man
es mit viel Überwindung bis zum Ende abtrinken. Vielleicht liegt
es auch einfach nur daran, dass ich jetzt endlich mal ein Bier leer
trinken will. Spaß macht das aber nicht. Und was schließen
wir daraus? Haltet euch fern von belgischen Supermarktbieren. Mit
denen hat man selten Gluck. Trinkt lieber deren traditionelle Marken.
Die hauen einen zwar meistens innerhalb kürzester Zeit weg. Aber
die schmecken wenigstens. Ups. Einen haben wir ja noch … mal
sehen, ob das nächste Linderung verschafft.
Fazit: C-Movie-Statist
Wertung: + + [t 04/11]
-Maastricht-
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Inhaltsstoffe: k.A.
PS: Nein. Ich trink’s doch nicht leer.