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| Gottmannsgrüner Pils Premium, seit 1685, V.Koch'sche Brauerei,
Privatbrauerei auf dem Lande, Gottmannsgrün, Bayern, 4,8%vol, 0,5l
Mehrwegflasche Hier haben wir doch noch ein fränkisches Pils. Auch dieses ist sehr hell. Auch dieses hat einen sehr weißen Schaum. Dieser ist recht ordentlich entwickelt, wird sich aber doch bis das Glas am Munde ist auf etwa die Hälfte abbauen. Dann bleibt es aber so, auch nicht schlecht. Die Nase schnuppert, Malz ist nur wenig aufzuspüren. Leichtes Pilsner Malz. Sonst nix. Antrank: leicht bitterer Hopfen, fruchtiges Malz. Und weich ist es. OK, ein fränkisches Pils eben. Ein wenig zu bitter am Anfang, etwas zu kräftig im Hopfen schon vorn. In der Mitte baut sich eine metallische Komponente auf, die nicht hierhergehört. Zum Ende hin wird diese stärker und macht das Bier sehr trocken. Keine Meisterleistung, aber ein trinkbares Bier. Fazit: trockenes Metall Reinheitsgebot: Ja Bewertung: + + + [D 12/08] |
| Gottsmannsgrüner Pils (4,8 %), V. Koch’sche
Privatbrauerei, seit 1535 aus Gottsmannsgrün in Bayern: Sehr feinporiger und standhafter Schaum. Feinherber, frischer Geruch. Die Farbe ist hell nuanciert. Vielversprechender erster Eindruck. Nussig-herber Antrank. Erinnert an Tannenzapfen. Feinerdig-bitter. Guter Ton. Kräftig. Ausdrucksvoll. Natürlich im Charakter. Ausgewogen im Aroma. Sehr schmackhaft und süffig. Ein kräftiges, nicht zu herbes, wenn auch gut durchgehopftes, mit fein durchstrukturiertem Malz unterstütztes, eigencharakteristisches, erfreulich frisches, intensives, nonkonformistisches Pils. Das ist mal was anderes. Ein Pils, das weder in die nordisch-herbe Ecke zu drängen noch mit den eher malzig-milden Bieren des Südens zu vergleichen ist. Leckeres, eigenwilliges Ding. Schmeckt mir sehr gut. „Sich Träume erfüllen“ steht auf der Flasche. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Hier scheint jemand seine ganz speziellen Vorstellungen verwirklicht zu haben. Ein Geschmacksbild, das durch Natürlichkeit, handwerklichen Eindruck fundiert und Willensstärke geprägt ist. Vor allem dieses an Tanne, Waldboden im Morgentau, grüne, sprießende Knospen und aufstrebendes Holz gekennzeichnete Aroma gefallen sehr. Dazu noch eine malzige Note, die den Rhythmus vorgibt, dabei nicht übertreibt sondern eher im Hintergrund den Taktstock schwingt. Hinzu kommt noch eine Einheitlichkeit und Harmonie, die trotz der eigenständigen Aromaschichten und Geschmacksstrukturen gewahr bleibt. Herrlich. Ein Bier, das zwar glatt. Süffig und rund ist, dazu aber eine Intensität im Aroma und einen dynamisch-forschen Geschmack bietet, der die Geschmacksknospen nur so jubeln läßt. Beeindruckend. Tja. Und dann hat dieses Bier noch diesen gemütlichen Eindruck/Ausdruck. Dieser Faden, der einen am liebsten in die nächste Bierhalle führen würde, um bei einer Halben und Bierkäse verharren lassen würde. Einfach nur die Szene betrachten, den Geräuschpegel über sich ergießen lassen und dazu dieses Pils genießen. OK. Das würde funktionieren. Absolut. In diesem Bier steckt dieses gewisse Etwas, das die Spreu vom Weizen trennt. Eine Intensität, die Freude entfacht, ein Charakter, der sofort gewinnt, ein Geschmack, der vom ersten Moment an überzeugt. Dazu noch den neuen Silberling von Dead Soul Tribe und der Abend nimmt mystische Züge an. Man wird auf eine Genußbewußtseinsebene gespült, welche die Zahnräder des Daseins elfenhaft leicht laufen läßt. Schade nur, dass ich nur eins hab‘. Fazit: Über 450 Jahre Brautradition Wertung: + + + + + + (t 11/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen, Hopfenextrakt |