Gottsmannsgrüner Mobilator Doppelbock (7,8 %) v. Koch’sche Brauerei seit 1535 aus Gottsmannsgrün in Bayern:


Für eine Bockbiersymphonie ein mehr als gut ausgebildeter Schaum von erstaunlichem Stand. Der Geruch ist sehr zäh malzig, kräftig, herzhaft und bockbiertypisch. Die Farbe ist mittelgelb und satt schimmernd.
Das ist ein Malzspektrum von höchster Intensität. Süße Honigelementen werden von einem feinherben Hopfeneinsatz angeregt. Harzig. Herzhaft, mit leichter Korknote, die aber auch von der fast schon abgelaufenen Haltbarkeit herrühren könnte. Frisch wäre dieser Trank sicher noch eine Stufe besser und dazu noch vom Fass sicher der Überhit. Kompakt. Fest. Für diese Stammwürze überdurchschnittlich süffig. Weiches Wasser. Samtige Kohlensäure. Hervorragend akzentuiert und aufeinander abgestimmte Zutaten von höchster Qualität. Der honigsüße Harzton entstammend aus dem zuhauf vorhandenen Gerstenmalz, lässt den Trinker höchste Geschmacksgenüsse erklimmen. Das ist ein Bock, der überhaupt nicht völlend oder quer daherkommt sondern über eine unglaubliche Schlankheit bei aller Aromatiefe verfügt. Sehr elegant aufgebaut und übersüffig. Herrlich.

Fazit: Übersüffig
Wertung: + + + + +* [t 03/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen