Greene King IPA Export Strength (5,0%) 0,5er-Flasche seit 1799 aus Bury St. Edmunds in England:

Auch hier die einfache aber edle Aufmachung der Flasche. Da macht den Britten keiner so schnell etwas vor. Der Schaum hat eine cremige Konstitution und mit der beigen Farbe einen Hingucker. Volumen und Stand aber sind enttäuschend. Wuchtig hingegen das Braun-Bernstein. Der Geruch ist verblüffend neutral. Vor allem der Hopfensektor, eine IPA-Domäne, wirkt sehr unterbetont. Da fällt schon eher das Karamell auf, ohne dabei zu glänzen.
OK. Das wird keinen Innovationspreis gewinnen. Dazu ist die Mischung hier einfach viel zu ungelenk und malzbezogen. Und gerade der Karamellimpuls ist alles andere als gelungen. Aber auch der Hopfen macht es nicht viel besser. Er ist trocken. Ein bisschen holzig. Und das war es schon. Wo ist hier bitte IPA? Wo ist der Hopfen, der feinsäuerlich in die Backen kneift? Wo das Citrusartige? Wo das Raffinierte? Das hier ist nur sauer und trocken, völlig kampflos und ohne Dynamik. Man. Was ist da los? Wo ist der Drive? Die Inspiration? Das Ergreifende? Grottenschlechtes Bier voller Haken, Ösen, Härten. Echt enttäuschend. East Anglia. Was ist los bei euch. Das kann doch keinem schmecken. Ich versteh’s nicht. Diese Brauerei hat doch in der Vergangenheit durchaus für Qualität gestanden. Aber die zwei aktuell getesteten Sorten, die sorgen für wenig Begeisterung. Entweder es stimmt hier was nicht. Oder das ist ganz schwach.

Fazit: Was ist los bei euch?
Wertung: + + [t 02/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter: www.greeneking.co.uk