Greene King Sun Dance (4,2 %) 0,5er-Flasche seit 1799 aus Bury St. Edmunds in England:

Feine Flasche. Frisches Outfit. Sehr schmuck und gelungen. Der Geruch ist kornig, spelzig, gerstig, heuartig. Mit einer etwas dumpfen süßen Note untermalt. Etwas Parfümartiges taucht noch auf. Das wirkt alles ein wenig ungeordnet, fast aufdringlich. Der Schaum enttäuscht, schafft es nicht, über gute Ansätze hinaus zu kommen. Gelungen das klare, leuchtende Bernstein, das schon die Flasche geschmückt hat.
Also eines kann man diesem Bier sicher nicht vorwerfen, dass es mit wenig Engagement zu Werke geht. Die Zutaten versuchen mit Vehemenz, Aroma zu erzeugen. Das gelingt nur bedingt. Eine auffällige Unordnung im Geschmack taucht schon beim Antrank auf. Das Heuartige, Spelzige quillt fast über, in Kontrast steht das mit einer auffälligen Säuerlichkeit und gleichzeitig mit einer dumpfen süßen Nuance. Hm. Seltsame Mischung. Ein wenig Ingwer ist noch mit von der Partie. Ebenso eine holzige Impression. Alles, wie schon gesagt, sehr engagiert, aber auch sehr durcheinander. Puh. Wirkt sehr unreif. Hart und kantig. Das Säuerliche passt überhaupt nicht zu der gekünstelten Süße. Und der Nachgeschmack, der unrund und hart dahin plätschert, sorgt für überhaupt keine Stimmung. Ein seltsam strukturiertes Bier. Auch und vor allem das Karamell – nein, hier muss man nicht zugreifen. Echt schwer zu trinken und uninspiriert in der Ausstrahlung.

Fazit: Brewed in the Heart of East Anglia
Wertung: + + [t 02/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter: www.greeneking.co.uk