Greif-Bräu Hell (4,9 %) seit 1848 aus Forchheim in Bayern:
Schlichtes aber attraktives Etikett. Reduziert aufs Wesentliche. Malziger
Geruch mit einer Portion scharfem gewürzt. Kräftige Sache.
Steckt voller Spannung. Die Farbe des Bieres ist –der Name lässt
grüßen- recht HELL. Der Schaum ist gelungen, sieht sahnig
aus, macht Vorfreude.
SÜFFIG. Dieses Bier ist süffig. Äußerst süffig
sogar. In erster Linie liegt das am sehr weichen und klaren, frischen
Wasser. Hier scheinen die Forchheimer einen ganz besonderen Brunnen
im Zugriff zu haben. Hinzu kommt das sehr runde und harmonische Aroma.
Prima ausbalanciert. Einzig die Kohlensäure wirkt etwas taub. Hier
hätte in wenig mehr Esprit für zusätzlichen Wind gesorgt.
Ansonsten überzeugt dieses Helle mit einem malzigen, zwar kernigen
aber nicht zu überschwänglichen Geschmack. Genau richtig für
einen zünftigen Männerabend. Reines, mildes Malzaroma. Hoher
Süffigkeitsfaktor. Keine Aromaexperimente. Zwar könnte der
Abgang ein wenig mehr Substanz gebrauchen, da gibt es gewichtigere Exemplare,
aber es gibt eben Biere, die sind mit ihrer leichten, schlanken Art
oft genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Wie das Greif-Bräu
Hell. Reines Geschmacksbild. Flott abgemischt. Läuft absolut störungsfrei
ab. Keine Haken und Ösen. Nichts beißt oder ziept. Kein schweres
oder sperriges Aroma. Dieses Bier verkörpert eher den Sportwagentyp
unter den Gerstensäften. Rassig. Schnittig. Hohe Beschleunigungswerte.
Nicht fürs Gelände geeignet. Vielmehr optimal eingestellt
für einen rasanten Ausflug der garantiert im Kopf endet. - Ein
sehr süffiges, klares und reines Bier also, dass in Sachen Aroma
ein solides malziges und routiniertes aber sicher kein außergewöhnliches
Bild abliefert. Wenig überraschendes wird geboten. Und da aber
der Abgang trotz aller Schnittigkeit etwas zu dünn ist, gibt es
„nur“ eine 4,5.
Fazit: Schnittiges Helles
Wertung: + + + + - (t
02/05)
Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516 : Ja