Gritschenbräu Original Altbayerisch Dunkel
(5,4 %) Privatbrauerei Familie Höcht seit 1593 aus Schrobenhausen
in Bayern:
Vergleichstest Gritschenbräu Dunkel – Maierbräu
Dunkel!
Lakritzartiger Geruch. Eher trocken strukturiert. Stark malzlastig.
Sehr intensiver Geruch. Erinnert fast an ein Stout. Die Schaumbildung
ist nicht so opulent, mittelporig, sahnig aussehend, aber nicht so voluminös
und standhaft. Das Schrobenhausener Bier ist insgesamt etwas dunkler.
Würziger Antrank. Dieser Lakritzeindruck ist immer noch vorhanden,
aber schwächer. Das Aroma wirkt zu beginn eher trocken-bitter,
wird zum Abgang hin immer süßer. Sehr volles Aroma, das man
durchaus als rund und ausgewogen bezeichnen kann. Hier wird ein höherer
Geschmacks- und Süffigkeitsfaktor erreicht. Das Bier wirkt flauschiger
und intensiver. Vor allem auch aromatisch interessanter, weil hier deutlich
mehr Schichten und Facetten sich abwechseln. Es ist ein gelungenes Spiel
zwischen süßen und bitteren Aromen, die sich gekonnt abwechseln,
ohne sich zu stören, sondern vielmehr eine gute Harmonie verströmen.
Nicht umsonst hat mir der Mitarbeiter der Gritschenbräu dieses
Bier ans Herz gelegt. Immerhin hat es folgende Auszeichnung erhalten:
European Beer Star – The Beer tasting Gold Award 2004“ -
Es ist sicher kein Bier, das einem den Atem raubt und vor Verblüffung
sprachlos werden lässt. Aber auf jeden Fall ein Dunkles mit Format,
Charakter, Tiefe und Ausdruck. Man hat das Gefühl, dass sich die
Verantwortlichen viel Mühe gegeben haben. Das Ergebnis überzeugt.
Ein sehr würziges, süffiges, vollmundiges Dunkles, das im
Vergleich zum Partner aus Altomünster klar die Nase vorne hat.
Fazit: 1 : 0 für Schrobenhausen
Wertung: + + + + + (t
02/05)
Zutaten: Wasser der Jakobus-Quelle, neutral kontrolliertes
Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, original Münchner Gerstenmalz
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
PS: Vielen Dank an den netten Herrn, der sich die Mühe
gemacht hat in die weit entfernte Lagerhalle zu marschieren und eine
Auswahl des Sortiments der Gritschenbräu zusammenzustellen. Und
das auch noch ohne Berechnung.