Grønland Ice Cap Beer (6,0%) aus Grönland
Juuhuu! Neues Land! Auf demEtikettsteht: „This premium arctic
lager is brewed with the world’s purest water reborn from teh
180.000 year old Greenland Ice Cap. The ice is handpicked by local fisherman
in Ilulissat, Greenland without making any impact on the unique Greenland
Ice Cap”. Das ist doch mal was! Handverlesenes Eis, welches dann
als Brauwasser fungiert! Aber ich fühl mich ja trotzdem noch politisch
korrekt, denn es wird dem Biergenießer ja dabei auch die Sorge
genommen die wichtigen Eisreserven Grönlands zu verköstigen.
Dunkel isses! Das hätte ich ja gar nicht vermutet – irgendwie
denkt man bei Eisbier ja immer an helles. Das schmeckt auch dunkel.
Sehr sogar. Es schmeckt nach Hustensaft, allerdings nicht schlecht.
Es ist rund, malzig, vielleicht ist es auch hustenheilend oder zumindest
-vorbeugend. Wäre ja sicherlich sinnvoll für Bier aus Grönland.
Ich glaub das ist nicht nur ausschließlich ein Bier, sondern auch
Nahrung und Medizin zugleich. Es ist also ein Universalgetränk.
Auch das ist sinnvoll, in Anbetracht der kargen Lebensumstände
in Grönland. Das IceCap kann alles: Durst löschen, wärmen,
ernähren, vorbeugen, heilen, schmecken und mit seinen 6% auch noch
wirken! Derartige Leistungen sind anzuerkennen. Es schmeckt schokoladig,
lakritzig, fruchtig, wohlwollend, mild, angenehm, rund. Man erkennt
zweifelsohne die Milde des Brauwassers. Dieses Bier ist interessant,
außergewöhnlich, es ist aber auch eigenartig. Man kann es
schlecht einordnen. Es ist definitiv mehr als nur Bier, ich kann nur
mutmaßen welchen hehren Zwecken das IceCap sonst noch zugefügt
wird. Also wie dem auch sei eine doch freudige Überraschung eines
Bieres aus Grönland. Klar, es erreicht nicht die Qualität
mitteleuropäischer Braukunst, aber das IceCap ist vielfältig,
innovativ, interessant, ansprechend, freundlich und definitiv ein Genuss.
Ich kann es allen Grönlandreisenden nur ans Herz legen, für
allerlei Anwendungen…
Fazit: Immer gut, für alles!
Wertung: + + + + (pm 11/10)