Günzburger Leichtes Weizen (2,9 %) seit ? aus Günzburg
in Bayern:
Sehr potenter Schaum. Kein Anzeichen, dass es sich hier um ein nicht
vollwertiges Weizen handelt. Sehr gelungen. Der Geruch ist spritzig-orangenfruchtig,
leicht säuerlich, ein wenig modrig, staubig und hefig. Erinnert
fast ein bisschen an ein Kellerbier. Das helle naturtrübe Gelb
erfreut das Auge.
Der Antrank scheint neben einer dezenten hefigen Säuerlichkeit
auch etwas Waldbodenartiges in sich zu tragen und leider auch einen
oxidierten Anflug. Nicht stark, doch spürbar. Im Vergleich zum
eben getesteten
Huber
ist es nicht so weich, mild und homogen, wirkt etwas rauer und härter,
nicht ganz so rein und klar. Auch die Vollmundigkeit ist nicht ganz
so hoch. Dafür hat die Kohlensäure mehr Schmiss und verströmt
mehr Cremigkeit. Das Aroma wirkt zudem Papierartig. Die Hefe ist kurz
akzentuiert. Sicher kein Paradebier. Dennoch eines der Leichten, das
nicht enttäuscht. Gut zu trinken. Das Aroma nicht zu aufdringlich
oder kaschierend. Die Süffigkeit ist hoch. An den großen
Bruder reicht es nicht ran.
Fazit: Reicht nicht ran.
Wertung: + + + [t 08/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenauszug,
Hopfen, Hefe
PS: Vielen Dank an die Verantwortlichen der Günzburger
Brauerei für die generöse Zusendung des bombenfest geschnürten
und reichhaltigen Bierpäckchens.