Gundel Urhell (4,9 %) seit 1602 aus Barthelmesaurach in Bayern:
Von diesem Ort habe ich bis vor diesem Bier noch nie gehört. BARTHEMESAURACH.
Kleiner Ort südwestlich von Schwabach. Wo es nicht überall
Brauereien gibt ... Vollmalziger, würziger Geruch, der sehr rein
und klar sowie gleichzeitig intensiv wie entspannt wirkt. Der Schaum
ist sicher nicht die Krönung der Kunst. Die Farbe sattgold und
herrlich schimmernd. Der Geschmack ist überraschend bitter eingefärbt,
hat man vor dem ersten Schluck gedacht, das wird sicher eine malzige
Angelegenheit, so bietet einem der Antrank gleich eine trocken-herbe
Interpretation, die sich bis in den Abgang durchzieht. Die Vollmundigkeit
schafft es nicht, sich auf die Seite des Trinkers zu schlagen. Zwar
ist das Wasser sehr weich und die Kohlensäure nicht zu aktiv, somit
ergibt sich ein sehr frisches und spritziges sowie gut süffges
Bier. Geschmacklich allerdings erfüllt es nicht die höchsten
Ansprüche. So gut wie störungsfrei aber auch ein wenig leer.
Das Malz ist zwar hinterm Vorhang markant aber auch ein wenig unreif
in der Ausstrahlung. Der Hopfen recht forsch aber auch ein wenig einsilbig.
Fazit: Seit über 400 Jahren ...
Wertung: + + + - (t 05/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: JA
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Frank G., der uns dieses fränkische
Bier organisiert hat.