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| Hütt Hefe-Weizen Dunkel (5,2%) seit 1752 aus
Baunatal in Hessen: Sehr vollmundig und schaumig. Die Kohlensäure
unterstreicht die Weichheit dieses Weizen, das sicher auch im Wasser seine
Stärke hat. Es wirkt sehr frisch und spritzig. Das Aroma ist hefig-herb,
hat im Abgang aber auch etwas fruchtiges, vermischt mit butterkaramel. Allerdings
spielt sich das alles dezent ab. Der Geschmack schlägt keine Kapriolen
sondern bewegt sich auf leisen Sohlen. Das ist aber kein Nachteil. In diesem
Fall zieht das Bier seine Kraft aus einem sehr runden, weichen und schlanken
Geschmacksbild. Das einzige, das wirklich intensiv heraussticht, ist dieses
Butterartige, an Karamel erinnernde. Caramac nicht unähnlich. Dazu
noch eine Spur Banane und fertig ist ein Weizen, das sich sehen lassen kann.
Sicher. Mehr Tiefe und Ausdruck könnte man sich wünschen. Aber
ganz ehrlich. Wer die Lage dieser Brauerei direkt an der A49 in einem nicht
besonders schmucken Industriegebiet Baunatals vis a vis eines gigantischen
Volkswagenwerkes kennt, der wundert sich, was für ein gutes Bier die
hin bekommen. „Jetzt blüht Ihnen der Weizen in schäumenden
Gläsern. HÜTT-Weizen, der obergärige Durstlöscher unter
den HÜTT-Bieren. Mit extra viel Kohlensäure ein herrlich prickelndes
Vergnügen. Wenn’s also heiß zugeht und hoch hergeht HÜTT-Weizen.
Wohl bekomm’s.“ Schade nur, dass die direkt in der Brauerei
nur ganze Kästen verkaufen. So mußte ich auf eine Tankstelle
einen Steinwurf entfernt ausweichen, um in den Besitz der Hütt-Biere
zu kommen. Nicht gerade stilecht. Fazit: Autobahnbrauerei Wertung: + + + + - (t 03/03) Im Internet unter: www.huett.de |