Hütt Schwarzes Gold (4,9%) seit 1752 aus Baunatal in Hessen: An diesem Dunklen kann man nicht viel positives aufzählen. Es beginnt mit dem Geruch, in seiner Malzigkeit brackig wirkt. Der Schaum sackt viel zu früh in sich zusammen. Die Kohlensäure ist zu aktiv und das Wasser nicht richtig weich. Das Aroma ist kantig und hart. Der Geschmack verflüchtigt sich viel zu schnell und bietet wenig Abwechslung. Das Bier wirkt schmal im Körper und nicht sehr ausdauernd. Im Abgang findet sich etwas Scharfes, das die ohnehin nicht meisterliche Süffigkeit nochmals beschneidet. Das Aroma wirkt unausgewogen, etwas dünn und hastig. Dem Bier fehlt Ruhe, Tiefe und Harmonie. In Ansätzen blitzt zwar ein gewisses Können auf, aber unter’m Strich fehlt es an Konstanz. Die Zutaten spielen nicht gut genug zusammen. Das Schwarze Gold von Hütt aus Baunatal erinnert mehr an die momentane Leistungskurve von Bayer 04 Leverkusen als an die Performance von Real Madrid. Betrachtet man die Flasche vor dem ersten Schluck so weckt die edle Gestaltung viel Hoffnung. Aber das Ergebnis ist eher ernüchternd. Aber machen wir dieses Bier nicht zu schlecht. Immerhin bietet es bei einer durchschnittlichen Süffigkeit einen Geschmack, der gerade noch so als akzeptabel durchgeht. Sicher nichts für Schwarzbierliebhaber und mit Gold hat das sicher auch nichts zu tun, aber immer noch besser als so manches anderes. Eine 3 kann man geben.
Fazit: Vom Gold ein Stück entfernt
Wertung: + + + (t 03/03)