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| Hansa Export (5,0 %) seit 1902 aus Dortmund in Nordrhein-Westfalen: Der Schmuddelbierklassiker. Die einen schwören drauf und lassen es hemmungslos die Kehle hinunterlaufen. Andere verdammen es ob seinem Billigmassenkommerzbierartigem Ruf. Also gehen wir mal ganz objektiv und unbefangen an die Sache heran. Der Schaum ist schon mal prima. Mittel- bis feinporig. Der Stand ist ausgezeichnet und das Volumen beachtlich. Die Farbe hell bis kräftig. Der Geruch etwas unreif malzig und leicht scharf. Das Aroma wirkt leicht stumpf und kommt nicht richtig in die Gänge. Vor allem der Abgang entpuppt sich als etwas schwerfällig. Das Malz dominiert klar, wirkt aber nicht sonderlich ausgereift sondern etwas schlapp. Zudem mischt sich noch eine recht klebrige Eigenart hinzu. Der Geschmack wirkt etwas gestelzt und grobschlächtig. Fast billig. Muss man leider sagen. Zwar ist das Aroma überraschend reich und voll. Aber leider nicht unbedingt zum Guten hin. Das Wasser wirkt bedingt weich, die Kohlensäure hingegen macht ihren Job gut. Tja. Was soll man sagen? Die Süffigkeit ist nicht überragend. Dazu ist das Bier weder mild noch bekömmlich und schon gar nicht samtig oder weich. Der Geschmack wirkt nicht übermäßig einladend und lässt den Trinker hadern. Es kommt wenig Freude auf, und schon gar keine Euphorie. Die mag sich nach der ersten Palette einstellen. Aber das erste Bier will erst mal überwunden werden. Zugute halten muss man dem Bier, dass es recht rein und natürlich wirkt und es kaum wirklich bieruntypische oder krasse Störfaktoren gibt. Es ist einfach das vorhandene Aroma, das nicht überzeugt, latschig und undynamisch wirkt, ohne dabei dem Trinker weh zu tun. Für den Kenner nur ein Ausweichbier. Für den Fan ein günstiges Kultobjekt. Fazit: Deutsche Braukunst Wertung: + + + (t 07/04) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen |