Hasseröder Premium Export, Hasseröder Brauerei Wernigerode,
(seit?) Sachsen-Anhalt, D, 5,5%vol., 0,5l-Mehrwegflasche
Hoppla - so ein überschäumendes und ungebremstes Gemüt!
Das ging ja fast auf die Hose (Na, immerhin nicht "in die Hose").
Dafür hält der Schaum, der verdammt viel Ähnlichkeit
mit dem auf Seifenlauge hat, auch nicht lange. Bei dem Temperament?
Was soll's.
Der Geruch ist eine Spur von Nichts, kein Malz, kein Hopfen. Es hilft
nicht - ich muss erst trinken, um erste Anhaltspunkte für ein
Urteil zu bekommen. Der Antrank zeigt ein Malz, ein eichtes Bitter,
das von einer leichten Süße überlagert wird. Da die
Farbe in ein Akazienhonigartiges Braun tendiert, kann ich wahrscheinlich
davon ausgehen, dass Röstmalz anteilmäßig bei der
Würze mit Verwendung fand. Das würde auch dieses süß-bittere
erklären, das ist kein herber Hopfen. Erst im Abgang mischt sich
unter diesen "roten Faden" des Malzes eine leichte herbe
fruchtig-säuerliche Komponente. Soll das der Hopfen sein? Eine
geradlinige Kompositions ist's nicht, eher ein weiterer Versuch der
Hasseröder Brauerei vom Image des Massenbier-Herstellers einer
Sorte wegzukommen. Aber das Pils können die wenigstens recht
gut. Hier vermisse ich die Linie und die klare Ausrichtung auf ein
Export- oder Lagerbier. Auf jeden Fall ist das Wasser aus dem Harz
dem Bier und seiner Güte weich und doch unnachgiebig zuträglich.
Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot.
Fazit: keine gerade Linie
Bewertung: + + + (d
10/06)